Christian von Aster

Ein älterer Mann mit Brille und Bart schaut neugierig in die Kamera. Sein Gesichtsausdruck ist intensiv und nachdenklich. Der dunkle Hintergrund verstärkt die mysteriöse Atmosphäre, die zur nerdigen Stimmung des Elbenwald Festivals passt.
Christian von Aster

Nichts bereitet mir mehr Freude, als unsere Stargäste mit – hoffentlich – schönen, unterhaltsamen, kreativen und/oder gut recherchierten Texten darzustellen. Aber dem Schriftsteller, Zeichner, Regisseur und Drehbuchautor Christian von Aster kann ich unmöglich das Wasser reichen. Deswegen lasse ich ihn, zumindest für den Moment, selbst zu Wort kommen.

Christian von Aster, sich selbst als literarischen Hedonisten bezeichnend, anderweitig auch als Genregrenzensaboteur, literarischer Bonbononkel oder satirisches Gesamtkunstwerk bezeichnet, hat im Lauf seiner Tätigkeit inzwischen mehr als zwei Dutzend Bücher verfasst, an zahlreichen Anthologien mitgewirkt, Hörbücher eingesprochen und produziert, Drehbücher verfasst, Filme gedreht und mehrere hundert Lesungen vor Publikümmern von einem bis zu 2.000 Zuhörern absolviert.”

Unbändige Sprachbegeisterung

Christian hat nicht nur eine unbändige Freude an Sprache (q. e. d.) und einen tollen Sinn für Humor, er setzt all das auch ein. Viel! Alles kann ich hier nicht aufzählen, ein paar Beispiele müssen aber sein.

Er zeichnet unter anderem für die Reihe Herr Alptraum verantwortlich, hat den mit einem Seraph ausgezeichneten Fantasy-Roman Der letzte Schattenschnitzer geschrieben, mit Tommy Krappweis am Hörspiel Kohlrabenschwarz gearbeitet und die wunderbaren NeuDeutsch 2.0-Bücher für alle Sprachverliebten gemacht. Außerdem ist er eines der Gründungsmitglieder des Stirnhirnhinterzimmers und der Mann hinter dem fast schon legendären, vom Institut für Wackelaugistik zertifizierten Workshops Wackelaugistik!

Zu seinen neueren Büchern zählt unter anderem Die wahrhaft unglaublichen Abenteuer des jüdischen Meisterdetektivs Shylock Holmes & seines Assistenten Dr. Wa’Tsun, das unter Zuhilfenahme passender Adjektive ebenso spektakulär wie wahrheitsgetreu von mächtigen Geheimbünden, Krankenringkämpfen, der vermutlich einflussreichsten Verbrecherorganisation der Welt und einem heimlichen Hobby Queen Victorias berichtet.

Zwischen Weisheit und Schnoddersprech

Auch wenn es so klingt, als hätte ich Christian von Asters Vita hier nicht nur in Gänze dargestellt, sondern mit unnötig vielen Worten ausgeschmückt, habe ich in Wahrheit gerade mal an der Oberfläche gekratzt. Doch sei noch erwähnt, dass er 2026 Lukas die launische Liebesbrieftaube mit aufs Elbenwald Festival bringt!

„Wen?“

Okay, ich sehe schon. Lassen wir am besten auch Christian erklären:

Ursprünglich ein geflügelter Bote der Zuneigung – nunmehr aufgrund der Tatsache, dass niemand mehr Liebesbriefe schreibt, desillusioniert und arbeitslos – hat Lukas nicht nur ein Alkoholproblem, eine moralisch zweifelhafte Grundeinstellung und eine Abneigung gegen Menschen, sondern weiß zugleich auch alles, was es über die Liebe zu wissen gibt. Vor diesem Hintergrund machen seine bewegte Lebensgeschichte, sein ausgeprägtes Ego und sein mangelndes Talent in Sachen Diplomatie seine Memoiren zu einer einzigartigen Fundgrube an Kraftausdrücken und Absonderlichkeiten zwischen Weisheit und Schnoddersprech. Ins Deutsche übertragen wurden Lukas‘ Lebenserinnerungen von seinem langjährigen Manager und Wegbegleiter, dem einstmals aufstrebenden Autor Christian von Aster, der sie an diesem Abend auch zum Vortrag bringen wird.

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