Akram El-Bahay

Lächelnder Mann mit dunklem T-Shirt, steht in einer grünen Umgebung beim Elbenwald Festival. Die natürliche Kulisse und die entspannte Atmosphäre spiegeln die Verbindung von Musik und Nerdkultur wider.
Akram El-Bahay, Foto: Julia Reibel-El-Bahay

Stell dir die epischen Geschichten eines J.R.R. Tolkien vor, allerdings kombiniert mit einem märchenhaften, orientalischen Setting. Dann hast du ein ziemlich gutes Bild davon, was den deutsch-ägyptischen Fantasyautoren Akram El-Bahay auszeichnet. Apropos: Ausgezeichnet wurde der bereits für seinen allerersten Roman Flammenwüste – mit nicht weniger als DEM Phantastik-Literaturpreis, dem Seraph!

Zwischen den Welten zu Hause

Normalerweise interessiert uns die Herkunft von Leuten so brennend wie die achtundzwanzigseitige Nutzungsbedingung des drei Euro teuren Ladeadapters, den wir neulich gekauft haben: gar nicht. Aber bei Akram El-Bahay ist das anders. Denn er selbst ist mit zwei völlig unterschiedlichen Kulturkreisen aufgewachsen. Und das merkt man seinen Geschichten jederzeit an!

Ja, hier gibt es Drachen und Magie, wie wir sie seit unserer Kindheit kennen, aber eben erweitert um Elemente orientalischer Märchen. Dabei entsteht eine einzigartige Mischung, die frischen Wind ins Genre bringt!

Mit etwas Neid muss hier anerkannt werden, dass der Mann nicht nur talentiert, sondern auch noch fleißig ist. Seit seinem erwähnten Debütroman im Jahr 2014 hat Akram ein beeindruckendes Archiv an Welten erschaffen: Flammenwüste, klar. Aber auch Die Bibliothek der flüsternden Schatten, Ministry of Souls, Fabula, Magische Bilder oder Die Buchreisenden. Sein aktuellstes Werk ist der zweite Band der Foxfighter-Reihe, die sich an Kinder und Jugendliche richtet.

Spagat ohne Muskelfaserriss

Das ist die zweite Besonderheit an Akram: Er schreibt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Für nicht wenige Autoren ist das ein Spagat, bei dem man sich geistig die Bänder reißt – ich selbst kann bei gestreckten Knien gerade so den Boden berühren. Doch für Akram ist das kein Kunststück, wie er gegenüber Fantasy News erklärte:

„[…] was den Anspruch an die Ideen und die Geschichte selbst anbelangt, unterscheiden sich Kinder- und Erwachsenenroman nicht voneinander. Man darf Kinder ebenso wenig wie Erwachsene an der Nase herumführen und als Erklärung Magie anbieten, wenn man nicht mehr weiter weiß. Es muss alles in sich stimmig sein.“

Storytelling-Qualität für jedes Alter? Das können wir auch auf dem Elbenwald Festival 2026 gut gebrauchen! Und wir freuen uns riesig, Akram bald bei uns begrüßen zu dürfen.

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