Mutti wäre stolz: Ultimative Pflegetipps

Pflegetipps

Absolutes Horrorszenario für Fans: Das Lieblingsshirt ist in der Wäsche eingegangen! Das Schwert an der Wand mit Fingerabdrücken überzogen! Der Silberschmuck schwarz angelaufen! Die LARP-Ausrüstung von Krebs zerfressen! Und der Zauberstab liegt zerbrochen in einem Scherbenhaufen, der womöglich mal eine Tasse war.

Welch dramatische Einleitung. Aber ernsthaft: Was soll man machen, wenn die gekauften Schätze aus dem Elbenwald Abnutzungserscheinungen zeigen? Einfach neu kaufen? Das würde uns freuen, ist in den meisten Fällen aber gar nicht nötig. Deswegen haben wir diese kleine Liste mit praktischen Tipps und Tricks zusammengestellt, mit denen ihr die Haltbarkeit von Shirts, Gewandungen, Schmuck und Repliken erhöht.

Shirts und Gewandungen: Richtig waschen

Shirt eingelaufen

Wie eingangs beschrieben, ist es für viele ein kleiner Weltuntergang, wenn das Lieblingsshirt mit dem coolen Motiv in der Waschmaschine eingegangen oder total verblichen ist. Das Szenario lässt sich ganz leicht abwenden, indem man sich das Shirt genauer anschaut. Beziehungsweise dessen Innenseite, denn hier ist immer ein Etikett mit genauen Anweisungen vernäht, wie man das Shirt am besten behandelt. Und in den allermeisten Fällen steht dort, dass die Waschmaschine nur bis maximal 30 Grad eingestellt sein darf. Ein wertvoller Tipp ist hin und wieder auch vorhanden, etwa das Shirt „inside out“, also linksherum zu waschen. Und bei einigen Etiketten findet sich sogar der Hinweis „Oder Mutti fragen. Die weiß wie…“. Damit ist man auf der sicheren Seite. Und falls ihr eure Shirts bügelt (soll’s ja geben): Nicht direkt über das Motiv bügeln! Am besten dreht ihr auch hier das Shirt vorher um.

Ganz allgemein kann man drei goldene T-Shirt-Wasch-Regeln festhalten:

  1. Vor dem Waschen linksherum drehen
  2. Maximal bei 30 Grad waschen
  3. Das Shirt nicht in den Trockner werfen

Das mit dem Lesen der Etiketten gilt auch für mittelalterliche Kleidung und diverse Kostüme. Hier kann man schon mal auf das Waschmaschinenverbot stoßen, gerade Blusen und Röcke müssen häufig per Hand gereinigt werden. Mittelalterfans können sich darüber freuen. Ist schließlich authentischer.

Über Deko- und LARP-Schwerter

Schwert reinigen

Eindrucksvoll und mächtig glänzt das Deko-Schwert an eurer Wohnzimmerwand und ist für jeden Gast ein echter Hingucker. Damit das so bleibt, müsst ihr keinen großen Pflegelehrgang absolvieren. Es genügt, auf die Klinge alle paar Wochen Universalöl zu sprühen (zum Beispiel von Ballistol) und gleichmäßig mit Küchenpapier zu verreiben. Das entfernt nicht nur die Fingerabdrücke der Gäste sondern schützt das Schwert auch vor Rost.

Im Vergleich dazu erforden LARP-Waffen deutlich mehr Aufmerksamkeit. Ein erster Punkt wäre schon einmal, dass ein LARP-Schwert beim Lagern nicht auf die Spitze gestellt werden darf. Schaumstoff ist kein Material, das einem im Rollenkampf große Schmerzen bereitet. Dementsprechend ist es auch nicht allzu widerstandsfähig und kann sich verbiegen oder sogar brechen, wenn zu viel Druck ausgeübt wird. Also LARP-Waffen immer hinlegen und nicht stellen.

Klingt doof, stimmt aber: Das LARP-Schwert solltet ihr lieber einmal zu viel als einmal zu wenig einpudern! Da die meisten dieser Waffen mit einer Latexschicht überzogen sind, sollte man die Waffen in erster Linie an Orten lagern, die nicht zu heiß oder kalt sind. Denn bei Hitze kann es zum sogenannten Latexkrebs kommen, bei Frost hingegen drohen Risse. Daumenregel: Räume zwischen 15 und 25 Grad sind voll okay, die Sonne sollte nicht direkt auf das Waffenarsenal scheinen. Um die LARP-Waffe vor Feuchtigkeit zu schützen, sollte man sie hin und wieder mit einem Silikonspray einsprühen, das unbedingt ölfrei sein muss! Der Kontakt mit Öl oder Fett kann nämlich ebenso zu Latexkrebs führen. Talkum (aus der Apotheke) darf auch verwendet werden und hat den Vorteil, dass kein Schweiß auf die Waffe gelangt. Und immer gilt: Latex beziehungsweise Kautschuk ist ein Naturprodukt und hält nicht ewig. Je besser ihr es pflegt, desto länger habt ihr Spaß damit.

In aller Kürze: Silberschmuck

Silberbad

Auch Schmuck will ab und zu gebadet werden…

Ein relativ eigenwilliger Pflegefall ist immer wieder Silberschmuck. Kenner wissen, dass Silber mit der Zeit anläuft und dadurch dunkler oder gelblicher wird. Aber auch hier gibt es einige Methoden, um dem entgegen zu wirken. Weil das Thema aber relativ komplex ist, haben wir einen separaten Artikel geschrieben: How to: Silberschmuck richtig reinigen.

Hier nur die Kurzform: Der Hauptgrund für das Nachdunkeln von Silber ist Oxidation. Daher solltet ihr den Schmuck dort verwahren, wo wenig Sauerstoff vorhanden ist. Bei Elbenwald-Silberschmuck ist in aller Regel ein kleiner Folienbeutel vorhanden, den ihr als Lager für gerade nicht gebrauchten Schmuck verwenden könnt. Hinweis: Dadurch wird die Oxidation nicht vermieden sondern nur verlangsamt. Wenn der Schmuck bereits angelaufen ist, könnt ihr ihn mit einem gewöhnlichen Silberputztuch polieren. Bei starker Verschmutzung bietet sich auch ein Silberputzbad an, das jedoch einen großen Nachteil hat: Hier wird die komplette oberste Schicht des Schmuckstücks abgetragen, also Schmutz und Silber! Aber es gibt ja noch „Muttis Haushaltsmittel“, bewährt hat sich etwa diese Methode: Das Silber wird zwischen gekräuselte Alufolie gelegt, mit viel Salz bestäubt und dann mit kochendem Wasser übergossen. Wenn man das eine Weile stehen lässt, wird der Silbersulfidbelag (also die dunkle Schicht, die dem Schmuck den Glanz nimmt) durch die chemische Mischung wieder zu Silber reduziert.

Falls noch Fragen bestehen: Silberschmuck richtig reinigen.

Tassen: Vorsicht, zerbrechlich

Tassen reinigen

Wenn ihr das Verlangen habt, mit Geschirr um euch zu werfen (Polterabend oder Wutanfall), dann nehmt doch bitte die unansehnliche Vase, die euch einst geschenkt wurde und keine Elbenwald-Tasse. Dann habt ihr im Prinzip auch schon alles richtig gemacht, um eure Tassen richtig zu pflegen. Denn bis auf sehr wenige Ausnahmen sind alle unsere Tassen mikrowellen- und spülmaschinengeeignet. Diese Ausnahmen sind in der Regel sehr leicht zu erkennen, beispielsweise Tassen mit Thermo-Effekt (Motiv verändert sich bei Hitze) gehören nie in die Spülmaschine. Auch bedruckte Gläser sollten eher mit der Hand gewaschen werden.

Zauberstäbe sind keine Schwerter

Ähnlich verhält es sich bei den Zauberstäben aus dem Harry Potter-Universum. Diese sind aus Kunststoff gefertigt, genauer im sogenannten Cold Cast-Verfahren. Dieses sorgt dafür, dass die Stäbe nach Holz aussehen und sich optisch nicht von alleine „verwandeln“. Man muss allerdings wissen, dass der Kern der Zauberstäbe aus Keramik besteht. Ergo solltet ihr die Stäbe bei einem Zaubererduell nicht als Schwerter missbrauchen, sie gegen eine Wand hämmern oder euch drauf setzen. Denn wie in der Buch- beziehungsweise Filmvorlage können die Stäbe kaputtgehen. Die Empfehlung ist ohnehin, einen Zauberstab lässig durch die Luft zu schwingen. Das erhält sie nicht nur am Leben sondern zeigt auch Kompetenz. Und je kompetenter der Zauberer, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ein Brief von Hogwarts im Postfach liegt…

Hoffentlich konnten einige dieser Hinweise weiterhelfen. Wenn nicht, immer her mit euren Fragen, egal ob per Facebook, über unseren Kundenservice oder im Store vor Ort.

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