Jenny-Mai Nuyen

Jenny Mai Nuyen, Foto: © Milena Schlösser
Jenny Mai Nuyen, Foto: © Milena Schlösser

Jeder Buchfan hat sich irgendwann gefragt, wie man eigentlich Autor wird. Bestseller-Autorin Jenny-Mai Nuyen kennt die Antwort: Man ist es schon! “Wenn man zum Beispiel Regisseur [werden will], fängt man einfach damit an. Man studiert das nicht. Man sagt nicht: Ich möchte Regisseur werden, sondern ist es schon, weil man es die ganze Zeit tut.”

Genau so war es auch bei Nuyen und dem Schreiben. Bereits im Alter von fünf Jahren hat sie ihre ersten Geschichten auf Papier gebracht. Mit zehn hat sie sich an einem Drehbuch versucht. Mit dreizehn ihren ersten Roman verfasst. Und 2007, da war sie gerade mal 18, erschien ihr Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone. Und wurde prompt zum Bestseller, der bis heute in mehr als zehn Sprachen übersetzt wurde!

Diesem Erfolg sollten neun weitere Bücher folgen, zuletzt Die Töchter von Ilian, aus dem sie auf dem Elbenwald Festival vorlesen wird. Ihre Bücher stammen aber nicht alle aus dem Fantasygenre, was für Nuyen sehr wichtig ist. Denn als sie ihre ersten Erfolge feierte, musste sie ständig Nachschub liefern. “Da habe ich die Lust verloren. Ich wurde zu einer Art Produktionsmaschine.” In der Folge schrieb sie eine Weile nur Sachen, die völlig anders waren. Denn Nuyen wollte sich bei aller Liebe nie auf ein einziges Genre festlegen. “Ich wollte immer die Freiheit haben, eine Geschichte so zu erzählen, wie es mir gefiel.”

Genau diese Freiheit spielt auch in ihrem persönlichen Leben eine zentrale Rolle. Wenn es nach ihr geht, wird sie für immer studieren und schreiben. Gerade widmet sie sich dem Studium der Philosophie und war für ein Auslandssemester in Athen. Nicht die schlechteste Art zu leben, wenn du uns fragst.

So, jetzt weißt du, wie man Autor wird. Und dass man sich im Leben nicht immer festlegen muss. Wenn du jetzt noch wissen willst, wie man am besten den Kopf freibekommt, weiß Jenny-Mai Nuyen auch Rat: “Um ehrlich zu sein, oft denke ich gar nichts und spiele Tetris.”