Coppelius

Coppelius, Foto: © Alexander Mihm
Coppelius, Foto: © Alexander Mihm

Wir schreiben das späte 18. Jahrhundert, genauer den 30. September 1791. Während der Uraufführung von Mozarts Zauberflöte in Wien treffen einige Gentlemen aufeinander, die schon bald die Band Coppelius formen sollten. Bis zu ihrem ersten Konzert sollte es jedoch noch bis zum Jahr 1803 dauern, was darin begründet liegt, dass ihre Art des Musizierens auf einigen Widerstand trifft.

Denn “ihre Art des Musizieren” lässt sich selbst heute nur schwer beschreiben. Spräche man von Kammermusik, käme man nicht mal in die Nähe der Wahrheit. Denn ja, die eingesetzten Instrumente lassen durchaus an klassische Kammermusik denken. Jedoch sind Cello, Kontrabass und Klarinette oft stark verzerrt und klingen eher nach, aus heutiger Sicht, alten Metal-Nummern. Und so kann man die Musik der Herren wohl am ehesten als Kammercore bezeichnen. Oder Heavy Wood statt Heavy Metal. Wie auch immer.

Coppelius mag die Vergangenheit verkörpern, dennoch passt ihre Energie und ihr Auftreten viel besser in die heutige Zeit! Es hat seine Gründe, warum die stilvoll gekleideten Männer als besonders gute Live-Band und generell als eine der besten Bands der Steampunk-Szene gelten. Der Autor dieser Zeilen ist übrigens der bescheidenen Meinung, dass die Werke der Herren auch auf CD – fünf Alben existieren bislang – exzellent zum Tragen kommen.

Also: Wenn du auf Steampunk, Iron Maiden, den Stil des 19. Jahrhunderts, gute Live-Musik oder Absinth stehst, oder am besten alles gemeinsam, dann ist Coppelius genau deine Band! Und du solltest ihren Auftritt auf dem Elbenwald Festival unter keinen Umständen verpassen!