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Superhelden 2017: Was uns an Filmen und Serien erwartet

Superhelden 2017 in Film und TV

Comic-Umsetzungen haben in ihrer Geschichte einen krassen Wandel durchgemacht. Lange galten sie als skurrile Nischen-Produkte, die oft wegen ihres hohen Trash-Faktors auffielen. An vielen Projekten hatten nicht mal Comic-Fans Spaß, da die Filme kaum etwas mit der Vorlage gemein hatten. Dabei sprechen wir nicht nur von alten, kaum noch bekannten Versuchen wie Adventures of Captain Marvel (1941), Batman (1943) oder Atom Man vs Superman (1950). Selbst moderne Interpretationen blieben maximal wegen ihrem Mangel an Qualität in Erinnerung, denkt nur mal an Daredevil (den Film), Catwoman, The Punisher, Ghost Rider oder die Fantastic Four-Filme. Bevor jemand laut aufschreit: Ja, es gab auch lobenswerte Ausnahmen wie Hellboy oder X-Men. Den großen Durchbruch schaffte das Genre aber erst mit dem herausragenden Iron Man von 2008, der quasi im Alleingang das Marvel Cinematic Universe startete.

Seitdem ist viel passiert. Jedes Jahr erscheint ein Superhelden-Film nach dem nächsten. Und auch bei den TV-Serien existiert längst so viel Material, dass man fast zwangsläufig den Überblick verlieren muss. Im Großen und Ganzen bestimmen vier Big Player das Feld, nämlich: Marvel/Disney mit dem MCU; Marvel/Netflix mit den … naja, den Netflix-Serien; 20th Century Fox mit dem X-Men-Universum (und dem zugehörigen Deadpool); und natürlich DC/Warner Bros., die an ihrem Gegenentwurf zum MCU arbeiten, namentlich das DC Extended Universe. Bei so vielen Inhalten überrascht es nicht, dass die Ersten von Ermüdungserscheinungen sprechen. Das hält die großen Studios aber nicht davon ab, das Genre stetig zu erweitern. Und so erwarten uns auch 2017 etliche neue Filme und Serien, die wichtigsten Projekte stellen wir im Folgenden vor.

Filme

The Lego Batman Movie (9. Februar 2017)

Fangen wir an mit einer Ausnahme. The Lego Batman Movie ist das einzige Animationsprojekt unserer Übersicht. Nun mag der eine oder andere behaupten, dass der Film nicht zu den übrigen Kandidaten passt. Da wir aber a) totale Batman-Fans sind, b) Batman das Highlight in The Lego Movie war und c) die Trailer extrem vielversprechend sind, müssen wir den Animationsfilm einfach erwähnen. Wir rechnen mit einem fulminanten Erfolg an den Kinokassen, egal wie der Film am Ende wird. Davon geht auch Warner aus, das mal eben folgende Synchronsprecher-Prominenz versammelt hat: Will Arnett spricht wieder den Dunklen Ritter, Michael Cera leiht dem meist hosenlosen Robin seine Stimme, Ralph “Ihr-wisst-schon-wer” Fiennes gibt den treuen Butler Alfred Pennyworth und Zach Galifianakis haucht dem Joker Leben ein. Vom bisher veröffentlichten Material ausgehend, rechnen wir mit einem mehr als soliden Spin-off zu The Lego Movie. Inklusive aller Qualitäten, die den Hauptfilm auszeichnen: Epilepsie auslösende bunte Bilder, jede Menge Popkultur-Referenzen und Humor, der Erwachsene wie Kinder anspricht.

The Lego Batman Movie

In The Lego Batman Movie bekommt der Dunkle Ritter – ungewollt – Unterstützung vom überdrehten Robin. (Copyright: Warner Bros)

Logan (2. März 2017)

Schon im März erwartet uns eines der spannendsten Comic-Projekte des Jahres: Logan ist nicht nur der dritte und vorerst letzte Wolverine-Solo-Film. Es wird gleichzeitig Hugh Jackmans finaler Auftritt als klingenbewehrter Mutant. Ein bisschen traurig sind wir schon, kaum ein Schauspieler wird so stark mit einer bestimmten Rolle verknüpft. Kein Wunder, immerhin hat er Wolverine in 17 (!) Jahren insgesamt neun Mal verkörpert! Der Ehrlichkeit halber müssen wir gestehen, dass die bisherigen Wolverine-Filme für uns zum Schwächsten zählen, was das X-Men-Franchise zu bieten hat. Trotzdem machen wir uns Hoffnung auf eine würdige Verabschiedung, denn Logan weicht in vielerlei Hinsicht vom bisherigen Ansatz ab! Die Geschichte basiert lose auf dem Erfolgscomic Old Man Logan von Mark Millar und Steve McNiven. Wir rechnen also mit einem zu Beginn gebrochenen Logan, der nicht immer die Konfrontation sucht. Nach den bisherigen Bildern urteilend, erwartet uns ein äußerst düsteres Werk, das vermutlich nicht vor dem einen oder anderen Tod einer wichtigen Figur zurückschreckt. Außerdem bekommen Kinogänger erstmals die entfesselte Brutalität und Unbarmherzigkeit zu sehen, für die der Comic-Charakter berühmt ist. Denn nach dem überraschenden Deadpool-Erfolg hat sich Fox dazu durchgerungen, Logan ein R-Rating (quasi das amerikanische Pendant zu unserer ab 18-Freigabe) auszusprechen. Alles in allem schlummert hier unglaublich viel Potential für eine erwachsene, tiefgehende Geschichte. Hoffen wir, dass Regisseur James Mangold (The Wolverine, Walk the Line) etwas Vernünftiges auf die Beine stellt.

Logan (Wolverine)

In Logan bekommen wir nicht den kampfeslustigen Wolverine der bisherigen Filme zu sehen, sondern einen nachdenklichen, gebrochenen Charakter. (Copyright: 20th Century Fox)

Guardians of the Galaxy Vol. 2 (27. April 2017)

Guardians of the Galaxy war der Überraschungserfolg 2014. Obwohl kaum jemand die abgedrehte Vorlage kannte, spielten sich Peter Quill aka Star-Lord, Rocket, Drax, Gamora, Groot und der großartige Yondu in die Herzen der Zuschauer. Gründe für den Erfolg sind allen voran der wundervolle Humor und der eingängige Soundtrack mit seinen 80er Jahre-Hits. (Letzterer erschien sogar in limitierter Auflage auf Musikkassette!) Guardians of the Galaxy war aber nicht nur ein spaßiges Sci-Fi-Abenteuer, es erweiterte das Marvel Cinematic Universe um eine galaktische Komponente, die am Ende von Phase 3 mit den Infinity Wars wichtig wird. Über die Story des zweiten Teils ist derzeit nicht allzu viel bekannt. Die bisherigen Erfahrungen mit Marvel legen nahe, dass sich daran bis zum Release im April auch nichts mehr ändert. Klar ist nur, dass die Geschichte von Guardians of the Galaxy Vol. 2 rund zwei Monate nach dem Ende des ersten Teils ansetzt und Star-Lord auf seinen Vater trifft. Besonders gefällt uns, dass der blauhäutige Yondu Udonta scheinbar zum direkten Team-Mitglied der Guardians befördert wird. Das verspricht einige unterhaltsame Situationen mit Peter Quill, die Chemie zwischen den beiden war schon im ersten Teil göttlich. Regisseur James Gunn ließ zudem durchblicken, dass das Drehbuch Themen wie Familie und Herkunft in den Fokus stellt. Wir sind gespannt!

Yondu Udonta (Guardians of the Galaxy Vol. 2)

Nicht nur für uns zählt Yondu, gespielt von Michael Rooker, zu den Highlights des ersten Teils. Seine Rolle wird für Guardians of the Galaxy Vol. 2 scheinbar ausgebaut. Kudos dafür! (Copyright: Marvel Entertainment)

Wonder Woman (15. Juni 2017)

Wenn man sich den riesigen Erfolg des Marvel Cinematic Universe anschaut, überrascht es nicht, dass Warner alles daran setzt, sein eigenes Superhelden-Universum zu etablieren. Der inoffizielle Startschuss dafür fiel 2013 mit Man of Steel, so wirklich ging’s allerdings erst mit Batman v Superman: Dawn of Justice los. Und ganz ehrlich, von einem durchdringendem Erfolg kann man nicht sprechen. Kaum ein Kritiker ließ den Film in einem guten Licht stehen und der Autor dieser Zeilen hält Batman v Superman sogar für den schlechtesten Superhelden-Film der letzten Jahre. Zugegeben, der Film hat auch seine Fans, dennoch darf man bei einem Budget von mehr als 250 Millionen Dollar etwas mehr erwarten. Doch noch ist nicht aller Tage Abend, Warner und DC haben noch viele Eisen im Feuer: Justice League, The Flash, Aquaman, Shazam und Cyborg stehen bereits in den Startlöchern. Der nächste Teil des DC Extended Universe dreht sich allerdings um Wonder Woman. Und allein dafür haben die Macher Applaus verdient, handelt es sich doch um den ersten modernen Superhelden-Film, der eine Frau zur Protagonistin macht! Wir haben aus drei Gründen Hoffnung: Erstens überzeugt uns der Look schon jetzt. Zweitens war Gal Gadot als Wonder Woman trotz ihres kurzen Auftritts das Highlight in Batman v Superman. Und drittens hat Regisseurin Patty Jenkins mit Monster 2003 bewiesen, dass sie eine spannende Geschichte inszenieren kann. (Das Budget damals betrug übrigens acht Millionen Dollar.) Los DC, ihr könnt das!

Wonder Woman

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass immer noch viele Filme starke Männer in den Vordergrund stellen. Daher sind wir ganz froh, dass Wonder Woman einen anderen Weg einschlägt. Warum hat das Marvel nicht schon längst mit Black Widow gemacht? (Copyright: Warner Bros.)

Spider-Man: Homecoming (6. Juli 2017)

Als bekannt wurde, dass Spider-Man schon wieder ein Reboot bekommt, war der Aufschrei groß. Verständlich, immerhin war die Trilogie mit Tobey Maguire keine fünf Jahre alt, als man The Amazing Spider-Man mit Andrew Garfield ins Kino brachte. Und jetzt, knapp drei Jahre nach Rise of Electro, steht schon die nächste freundliche Spinne aus der Nachbarschaft bereit? Ja, auch wir waren anfangs mehr als skeptisch. Allerdings war der erste Auftritt von Tom Holland als Peter Parker in Captain America: Civil War so spaßig, dass wir es kaum erwarten können, Marvels eigene Spider-Man-Interpretation zu sehen. Zwei Pluspunkte hat Spider-Man: Homecoming schon jetzt sicher: Zum einen wird man sich nicht mit dem Tod von Onkel Ben aufhalten, zum anderen ist mit Robert Downey Jr aka Iron Man ein vielversprechender wie sympathischer Mentor an Bord. Ein paar Fragezeichen sehen wir aber noch: Gelingt Regisseur Jon Watts die Inszenierung, wo es doch sein erstes Großprojekt ist? Wie spannend ist es, Peter Parker mal wieder in der Schule zu sehen? Und schafft es Marvel endlich, einen coolen Leinwand-Bösewicht (abseits von Loki) zu kreieren? Immerhin hat gerade Spider-Man wirklich interessante Gegenspieler zu bieten, und damit meinen wir nicht mal den Green Goblin. Denkt nur mal an Doctor Octopus, Kingpin, Kraven, Sandman oder auch Carnage. Mit Spider-Man: Homecoming hat sich Marvel auf jeden Fall keinen dankbaren Job aufgeladen. Sollte hier kein guter Film entstehen, werden die Fans den erneuten Reboot so schnell nicht verzeihen.

Spider-Man (Captain America - Civil War)

So weit, so gut: Der erste Auftritt von Spider-Man im MCU ist geglückt und konnte die meisten Fans überzeugen. Ob das auch mit dem Solofilm funktioniert? (Copyright: Marvel Entertainment)

Thor: Ragnarok (26. Oktober 2017)

Im Marvel Cinematic Universe taucht Odins Sohn recht regelmäßig auf, sein letzter eigener Film hat aber schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Nach einigen Problemen und Verschiebungen kehrt Thor Ende 2017 aber endlich zurück auf die große Leinwand! Und nach allem was wir wissen, wird Thor: Ragnarok sein größtes und düsterstes Abenteuer bislang. Ehrlich gesagt wissen wir nur wenig über das Projekt, doch allein durch das Casting, diverse Set-Bilder und Andeutungen aus anderen Filmen fügt sich ein interessantes Puzzle zusammen. So bekommen wir neben Thor auch Mark Ruffalo als Bruce Banner/The Hulk zu Gesicht. Viel spannender ist aber, dass kein Geringerer als Jeff Goldblum den exzentrischen Grandmaster spielt, auch bekannt als En Dwi Gast. Offen ist derzeit, ob er die große Bedrohung des Films ist oder nicht. So oder so, die Figur gilt als äußerst mächtig und hat in der Vorlage immer mal mit Thanos zu tun. Außerdem wurde Karl Urban als Skurge bestätigt, einem wiederkehrenden Gegenspieler Thors aus den Comics. Cate Blanchett hingegen mimt Hela, die vermutlich mit Loki unter einer Decke steckt. Dann gibt es noch Gerüchte, dass Thor: Ragnarok einen wichtigen Charakter sterben lässt (nicht Heimdall, nicht Heimdall, nicht Heimdall), sogar Thors Hammer Mjölnir selbst könnte dem Film zum Opfer fallen. Und dann noch die Sache mit Doctor Strange … hach, wir können’s kaum abwarten.

Thor und Loki

Lang ists her, dass wir Thor mit seinem Halbbruder Loki zusammen vor der Kamera gesehen haben. Wie groß wohl die Rolle Lokis in Thor: Ragnarok ausfallen wird? (Copyright: Marvel Entertainment)

Justice League (16. November 2017)

Vor keinem Superhelden-Film fürchten wir uns mehr als vor Justice League. Hier formen Batman, The Flash, Aquaman, Wonder Woman, Superman und Cyborg das Äquivalent zu den Avengers und müssen die Welt vor einer weitgehend unbekannten Bedrohung retten. Oder anders ausgedrückt: Zack Snyder muss verdammt viele wichtige Charaktere unter einen Hut bringen, ohne neue Zuschauer zu verwirren beziehungsweise Comic-Fans zu vergraulen. (Was bei Batman v Superman nicht geglückt ist.) Und das waren nicht mal alle Figuren, die angeblich im Film auftauchen, da auch Green Lantern und Shazam einen Auftritt bekommen sollen. Was aber könnte bedrohlich genug sein, dass sich so viele Superhelden vereinen müssen – zumal man Doomsday bereits verbraten hat? Als sicher gilt, dass Steppenwolf die Armeen von Oberschurke Darkseid anführt und eine Invasion auf der Erde startet. Wir vermuten, dass sich der erste Teil auf ebenjene Invasion konzentriert, bevor Darkseid seinen großen Auftritt im zweiten Teil bekommt. Ach, sagten wir das nicht? Justice League wird ein Zweiteiler, was angesichts der vielen Charaktere nicht unbedingt eine schlechte Idee ist. Und wo wir uns gerade selbst Mut zusprechen: Der erste Trailer war gar nicht mal schlecht! Längst nicht so düster wie Batman v Superman: Dawn of Justice und sogar ein bisschen Humor war dabei.

Justice League

In Justice League muss Zack Snyder verdammt viele Charaktere unterbringen. International dürfte die größte Herausforderung sein, auch unbekanntere Helden wie Cyborg oder Shazam vernünftig vorzustellen, ohne Nicht-Hardcore-Fans zu verwirren. (Copyright: Warner Bros)

Gambit (Unbekanntes Startdatum)

Gambit zählt zu den unsichersten Superhelden-Verfilmungen. Angekündigt wurde das Projekt bereits im Januar 2015, ursprünglicher Erscheinungstermin war Oktober 2016. Aktuell lässt sich nur schwer abschätzen, ob und wann Gambit den Sprung auf die große Leinwand schafft. Allerdings hat Fox zwei Release-Termine reserviert, ohne zu verraten, um welche Filme es geht. Genauer handelt es sich um den 6. Oktober 2017 und den 12. Januar 2018. Da wir erst Anfang 2018 mit Deadpool 2 rechnen, ist es gut möglich, dass der frühere Termin für Gambit eingeplant ist. Falls ihr noch nie von Gambit gehört habt: Er ist ein Mutant mit mehreren interessanten Fähigkeiten, er kann beispielsweise pure kinetische Energie kreieren und kontrollieren. Nebenbei ist er ein exzellenter Nahkämpfer, der vor seiner Zeit bei den X-Men in einer Diebesgilde aktiv war. Seinen ersten Auftritt hatte Gambit im Jahr 1990, er gilt gemeinhin als kontroverser Charakter (mit einer treuen Fanbase). Seit Jahren wird Channing Tatum als Hauptdarsteller gehandelt, der den Film nach eigener Aussage auch super gerne machen würde. Gleichzeitig hat sich der Drehstart angeblich nach hinten verschoben, weil er mit seinem Gehalt nicht zufrieden war. Hmm … ob da was dran ist, wissen wir nicht. Wir würden uns auf jeden Fall über eine Verfilmung freuen, einfach weil es mal ein neuer Held ist.

Gambit

Viele Fragezeichen schweben um das Gambit-Projekt. Kommt der Film oder nicht? Spielt Channing Tatum die Hauptrolle? Ist das Ganze Teil des etablierten X-Men-Universums? (Copyright: Marvel Entertainment)

Serien

Legion (Februar 2017 – US-Release)

Zwischen den Studios Marvel, Sony und Fox herrscht viel Spannung, da die Filmrechte vieler Marvel-Figuren über die drei Studios verteilt sind: Sony hält seit Jahren die Rechte an Spider-Man, Fox an den X-Men. Das ist übrigens auch der Grund, warum Quicksilver und Scarlett Witch in Avengers: Age of Ultron nicht als Mutanten bezeichnet wurden. Doch die Studios sind gewillt, gemeinsam an Projekten zu arbeiten! Sony etwa war an Captain America: Civil War beteiligt und bringt sich auch bei Spider-Man: Homecoming ein. Und mit Fox arbeitet Marvel derzeit an einer TV-Serie im X-Men-Universum, namentlich Legion, die bereits Anfang 2017 ausgestrahlt wird. (Ursprünglich waren sogar zwei Serien geplant, Hellfire wurde allerdings vorübergehend beerdigt.) Worum geht’s? Im Fokus steht der mit Schizophrenie diagnostizierte David Haller, seines Zeichens der Sohn von Charles Xavier! Autor Noah Hawley (Fargo) zeigt sich begeistert von der Ausgangssituation: “Ein schizophrener Mutant, der mit seiner Krankheit kämpft – das ist super spannend! Er weiß nicht, ob er verrückt ist oder wirklich über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Die Antwort lautet: Irgendwie beides.” Eine größere Verbindung zu den X-Men-Filmen wird aller Voraussicht nach nicht hergestellt, dennoch sehen wir Potential für eine spannende, düstere Geschichte.

Legion

Legion könnte eine dramatische Superhelden-Serie werden, bei der es nicht in erster Linie um die Fähigkeiten der Mutanten geht. (Copyright: Fox)

Iron Fist (17. März 2017)

Vor ein paar Jahren stellte Marvel folgenden Plan auf: Vier Helden bekommen ihre eigene Serie, bevor sie sich in einem großen Crossover zu den Defenders zusammenschließen. (Also wie bei den Avengers.) Nach zwei Staffeln Daredevil, einer Staffel Jessica Jones und zuletzt Luke Cage fehlt noch einer. Nein, nicht der Punisher, der bekommt seine eigene Serie. Die Rede ist von Iron Fist! Da die Figur hierzulande weniger bekannt ist, ein kurzer (weitgehend spoilerfreier) Abriss der Story: Hauptfigur ist Danny Rand, der als Kind seine Eltern auf dem Weg in die geheimnisvolle Stadt K’un-L’un im Himalaya verliert. Doch er hat Glück im Unglück: Die Stadtbewohner nehmen ihn auf und er verbringt die nächsten 15 Jahre mit dem Studium der Martial Arts, bevor er die Kraft des Iron Fist erlangt. Nach seiner Ausbildung kehrt Daniel zurück nach New York, um den Mörder seiner Eltern zu jagen: Harold Meachum. So viel zur grundlegenden Geschichte in den Comics, nun aber zu etwas völlig anderem: Die Show musste im Vorfeld viel Kritik einstecken, da man als Protagonisten keinen asiatischen Schauspieler sondern den weißen Finn Jones verpflichtete. Wir sind unsicher, wie berechtigt der Vorwurf ist: Zwar haben die Kritiker recht, dass die Rolle perfekt zu einem fernöstlichen Schauspieler passt, die in Filmen und Serien ohnehin unterrepräsentiert sind. Zumal Marvel sonst keinen Hehl daraus macht, etablierte Charaktere auf den heutigen Zeitgeist anzupassen. Gleichzeitig ist Iron Fist aber auch in der Vorlage Amerikaner, eben typisch für Comics der 70er Jahre. Ob man sich daran stört, muss jeder für sich entscheiden. Wir warten erstmal die Serie ab.

Iron Fist

Im März 2017 erscheint Iron Fist auf Netflix und komplettiert die Defenders. Das Crossover erscheint vermutlich später im Jahr. (Copyright: Marvel Entertainment)

The Punisher (Unbekannter Release)

Wir erwähnten eben, dass Marvel seine Serienhelden alle mit einer Staffel einführen wollte, bevor das Crossover Defenders das Abschluss-Highlight bildet. Aber wie das mit Plänen nun mal so ist, ändern sie sich. Nachdem Daredevil einschlug wie eine Bombe, spendierte man dem blinden Matthew Murdock direkt eine zweite Staffel, die ihrerseits sehr gut ankam. Hauptgrund dafür war allerdings nicht der titelgebende Held sondern der Punisher, wunderbar gespielt von Jon Bernthal. Und weil der bei den Fans so gut ankam, beschloss man kurzerhand, ein Spin-off zu produzieren! Auf die Umsetzung sind wir enorm gespannt, immerhin zeichnen sich die bisherigen Marvel-Netflix-Serien durch ihren düsteren Ton aus. Und für The Punisher muss Marvel die Messlatte zwangsläufig noch eine Stufe höher legen. Wir zählen zwar eigentlich nicht zu den Leuten, die das Blut bis an die Decke spritzen sehen wollen. Der Punisher allerdings funktioniert ohne ein gewisses Maß an Gewalt schlicht nicht. Um gelungene Actionszenen machen wir uns aber eh keine Sorgen, mit den bisherigen Serien haben die Macher bewiesen, dass sie das Metier beherrschen. Viel wichtiger ist die Frage: Schafft es Netflix, dem Charakter Tiefe zu verleihen, ihn interessant zu machen, ohne dabei einen langweiligen, stereotypischen Anti-Helden zu erschaffen? Und wie viel Zeit widmet man der Vergangenheit der Figur?

Daredevil und The Punisher

Mit seinem unheldenhaften Gebaren spielte sich Jon Bernthal als Punisher in die Herzen der Zuschauer. Der Lohn dafür: eine eigene Serie! (Copyright: Marvel Entertainment)

The Defenders (Unbekannter Release)

2012 brachte Marvel seine größten Comic-Helden in The Avengers gemeinsam auf die große Leinwand. 2017 wiederholt sich die Geschichte auf dem kleinen Bildschirm. In The Defenders kommen Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und Iron Fist zusammen und stellen sich gemeinsam einer größeren Bedrohung – über die wir aktuell mehr oder weniger nichts wissen. Das Projekt ist aus mehreren Gründen spannend. Zum einen müssen wir davon ausgehen, dass die Bedrohung beziehungsweise der Gegenspieler im Vergleich etwas “kleiner” ausfällt. Für die großen “Die Welt geht unter”-Szenarien haben wir schließlich die Avengers, außerdem sind die Defenders fast ausschließlich in New York unterwegs. Zum anderen ist die Team-Zusammenstellung interessant, die nebenbei bemerkt nur entfernt etwas mit der Comic-Vorlage zu tun hat. Ursprünglich bestand das Team nämlich aus Helden, die man nur als Außenseiter bezeichnen kann, zudem waren sie deutlich mächtiger als die “Straßenkämpfer” aus den Netflix-Serien. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Doctor Strange, der unglaubliche Hulk, Namor und (nach kurzer Zeit) der Silver Surfer. Uns gefällt der Ansatz einer “kleineren” Superhelden-Truppe allerdings ziemlich gut, weil dann vielleicht ausnahmsweise mal nicht das Ende der Welt bevorsteht. Positiv überrascht sind wir auch von der Info, dass aktuell nur acht Folgen geplant sind. Denn wenn wir eine Sache an den bisherigen Netflix-Serien auszusetzen haben, dann, dass jede Staffel rund drei Folgen zu lang war.

The Defenders

In The Defenders schließen sich vier Marvel-Netflix-Helden zusammen. Die große Frage: Wird sich das Geschehen abermals nur auf New York konzentrieren? (Copyright: Marvel Entertainment)

Inhumans (Unbekannter Release)

Marvel kündigte das Projekt Inhumans bereits im Oktober 2014 als Kinofilm an, der ursprüngliche Veröffentlichungstermin lag im November 2018. Dann verschob sich der Release um ein Jahr, bevor der Film komplett aus Marvels Kinoplänen gestrichen wurde. Beerdigt hat man die Inhumans aber nicht, statt einem Film bekommen wir jetzt eine Serie! Und ins Kino kommen sie auch (zumindest in den Vereinigten Staaten)! Dank einer Kooperation mit IMAX werden die ersten beiden Folgen zunächst über die große Leinwand flimmern, bevor die übrigen Folgen bei ABC ausgestrahlt werden. Auf welchem Sender die Inhumans hierzulande laufen, ist noch unklar. Apropos: Wir haben keine Ahnung, worum es in der Show geht. Bislang hieß es lediglich, dass man sich auf die wichtigsten Charaktere aus den Comics konzentriert, also Black Bolt, Medusa, Crystal, Karnak, Gorgon, Triton, Maximus und Lockjaw. Für alle, die jetzt verwirrt auf ihr Endgerät schauen und sich fragen, wer die Inhumans überhaupt sind: Es handelt sich um eine Rasse, die … naja, der Name impliziert es schon: nicht menschlich ist. Tatsächlich sind es künstlich erschaffene Übermenschen, die auf der abgelegenen Insel Attilan eine eigene Gesellschaft aufgebaut haben. Noch eine Randnotiz zur Serie: Es ergibt durchaus Sinn, die Inhumans bei ABC zu veröffentlichen, da hier auch Marvel’s Agents of SHIELD lief. Und hier tauchten bereits mehrere Figuren aus Inhumans auf. Eine bessere Einschätzung fällt mit dem aktuellen Infostand sehr schwer, wir warten auf weitere Infos.

Inhumans

Inhumans war ursprünglich als Kinofilm geplant, erscheint nun aber als ABC-Serie. Die ersten beiden Folgen werden wegen einer Kooperation trotzdem im Kino zu sehen sein, zumindest in den Staaten. (Copyright: Marvel Entertainment)

Aktuelle und kommende DC-Serien

Jetzt haben wir sehr lange und ausführlich über Marvel-Projekte geschrieben, was aber macht Konkurrent DC? Die arbeiten selbstverständlich weiter an ihrem Serien-Universum, allerdings handelt es sich hier fast ausschließlich um die Fortsetzung bestehender Serien. Genauer sind das Arrow, The Flash, Supergirl, Gotham und Legends of Tomorrow, deren aktuelle Staffeln 2017 beendet werden. Eine Verlängerung um weitere Seasons gilt als wahrscheinlich. Extra erwähnen wollen wir ein spannendes Projekt, von dem wir nicht wissen, ob es noch 2017 erscheint. Die Rede ist von Krypton, das von David S. Goyer (Blade-Trilogie, Man of Steel) und Damian Kindler (Stargate SG-1, Sleepy Hollow) für Syfy entwickelt wird. Zur Story: Wir begleiten Supermans Großvater Seg-El, der für Gerechtigkeit auf seinem Heimatplaneten kämpft. Gespielt wird der Hauptcharakter von Cameron Cuffe, zum weiteren Cast zählen unter anderem Georgina Campbell als Lyta Zod, Ian McElhinney als Val-El, Elliot Cowan als Daron-Vex, Ann Ogbomo als Alura Zod. Ein vielversprechendes Projekt, das nur lose Verbindungen zum bestehenden Serien-Universum hat, was recht große Freiheiten mit sich bringt.

Das wären die größten Filme und Serien im Superhelden-Bereich, die uns im kommenden Jahr erwarten. Auf welches Projekt freut ihr euch am meisten? Oder gehört ihr zu denen, die des Genres überdrüssig sind? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.

Arrow (DC)

Im DC-Serien-Universum steht zwar nur ein größeres neues Projekt an, aber die bestehenden Serien laufen alle auch 2017 weiter. (Copyright: Warner Bros)

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  • Gute Zusammenfassung der Infos

    ich freue mich am meisten auf "justice league" weil es interessant ist, zu sehen wie die Superhelden miteinander agieren, aber ich hab auch nicht so viel Ahnung von Superhelden :D. Dass sie noch einen spider-man rausbringen wollen, find ich Blödsinn-es gibt doch schon genug