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Meinung: Gebt den Leuten nicht, was sie wollen

Meinung: Gebt den Leuten nicht was sie wollen

Film-Fans, Serien-Liebhaber, Gamer und Bücherwürmer haben’s verdammt gut. Tagtäglich erscheinen mehr Inhalte, als dass man sie je alle genießen könnte. Und dabei spreche ich nicht nur von Masse, auch die Klasse stimmt (meistens). Jeder der genannten Bereiche wurde mit der Zeit so professionalisiert, dass es kaum noch echte Gurken gibt. Weil wir zusätzlich persönliche Empfehlungen bekommen – egal ob von Freunden in sozialen Netzen oder als Vorschlag von Amazon oder Netflix –, ist es geradezu unmöglich, unsere begrenzte Zeit in die falschen Inhalte zu stecken. Das gilt insbesondere für den Fan-Bereich, der uns beim Elbenwald interessiert: Jedes Jahr kommen gefühlt 20 Superhelden-Filme ins Kino. Auf Steam erschienen allein 2016 deutlich mehr als 4.000 Spiele. Auf Netflix sehen wir fast wöchentlich neue Eigenproduktionen. Und Disney will nach eigener Aussage auf absehbare Zeit jedes Jahr einen neuen Star Wars-Film rausbringen. Und jetzt kommt das Allerschärfste: Wir bekommen nicht nur mehr Inhalte, wir haben auch noch einen viel direkteren Einfluss darauf als früher!

Herrlich, oder? Im Ernst: Ist das herrlich? Oder leben wir in einer Zeit, in der alles auf maximalen Profit bei minimalem Risiko optimiert ist? Bekommen wir nur mehr vom Gleichen, weil uns das auf jeden Fall gefällt? Und wenn ja, was bedeutet das für die Zukunft von Filmen, Serien, Spielen und sogar Büchern? Ja, die Lage ist ernster als man denkt. Mein Lösungsvorschlag: Hört auf den Leuten zu geben, was sie haben wollen!

Jyn Erso (Star Wars Rogue One)

Disney verspricht jedes Jahr einen neuen Star Wars-Film, solange die Leute daran Interesse haben. Ich bin unsicher: Ist das großartig? Oder geht dabei die Magie verloren? (Copyright: Lucasfilm)

Mehr, immer mehr – aber bitte vom Gleichen

Fangen wir an mit der Schuldfrage: Wer ist für die aktuelle Entwicklung verantwortlich, die Macher oder die Fans? Die Antwort ist so einfach wie einleuchtend: beide. Bleiben wir aber zunächst bei den Fans. Schließlich sind sie es, die nach mehr Details über ihre liebsten fiktiven Welten verlangen. Und genau das bekommen sie auch: Nie enden wollende Fortsetzungen! Aktuell sprechen wir von 14 Filmen in Marvels Cinematic Universe, wobei derzeit neun weitere Filme in Entwicklung sind. Dazu kommen insgesamt mindestens zwölf große Star Wars-Filme (Episode I bis IX plus drei Spin-offs). Beim noch jungen DC Extended Universe sprechen wir bereits über elf bestätigte Projekte. Die ursprünglich geplante Trilogie zu Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind wurde noch vor Filmstart auf fünf Abenteuer aufgestockt. Und dabei haben wir noch nicht mal die ganzen Serien oder Videospiele erwähnt, wo wir eine ähnliche Entwicklung sehen.

Nicht falsch verstehen: Ich bin der Letzte, der etwas gegen neue Star Wars-Filme hat! Einzige Voraussetzung ist für mich, dass die Filme auch was taugen. Genau das lässt sich aber im Voraus nicht abschätzen. War es beispielsweise wirklich clever, fünf Phantastische Tierwesen-Filme anzukündigen, noch bevor der erste im Kino war? Macht es einen guten Eindruck, acht DC-Comicverfilmungen auf die Liste zu setzen, wenn die ersten Versuche alles andere als genial waren? Das viel gravierendere Problem an dem Ansatz ist aber: Wenn immer nur neue Star Wars-Filme entwickelt werden, wie können wir dann jemals auf das nächste Star Wars hoffen? Das neue Franchise, das die Leute begeistert und mitreißt? Nach allen mir vorliegenden Informationen stehen die Chancen ungefähr so gut, wie unbeschadet durch ein Asteroidenfeld zu manövrieren. Also bei etwa 3.720 zu 1. Das ist schon ersichtlich, wenn man sich die erfolgreichsten Kinofilme der letzten Jahre anschaut, beispielsweise 2015:

1. Star Wars: Das Erwachen der Macht (Fortsetzung)
2. Jurassic World (Fortsetzung)
3. Furios 7 (Fortsetzung)
4. Avengers: Age of Ultron (Fortsetzung)
5. Minions (Spin-off)
6. Spectre (Fortsetzung)
7. Inside Out (Neu!)
8. Mission: Impossible – Rogue Nation (Fortsetzung)
9. The Hunger Games: Mockingjay – Part 2 (Fortsetzung)
10. The Martian (Adaption)

Wirklich neu war genau ein Animationsfilm, der den großen Markt der Familienfilme anspricht. Für 2016 sieht es nicht viel besser aus, auch wenn wir hier eine Steigerung um 100 Prozent haben, was wirklich neue Filme betrifft. Also zwei. Und welch Überraschung, es handelt sich in beiden Fällen um Animationsfilme, namentlich Zootopia und Secret Life of Pets. Schuld daran sind auch die Fans, die sich insbesondere die Blockbuster im Kino anschauen. Es wäre aber vermessen zu behaupten, die Studios würden sich ausschließlich an den Interessen der Kunden orientieren.

Batman v Superman

Je größer das Budget, desto größer der Gewinn. Eine der Lehren, die Filmstudios in den letzten Jahren aus den Umsatzzahlen gezogen haben. (Copyright: Warner)

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Oder?

Kehren wir kurz zur oben genannten Top-10-Liste zurück. Mal abgesehen davon, dass es sich hier nur um Fortsetzungen und Adaptionen handelt, sehen wir durch die Bank ausschließlich große Blockbuster mit entsprechendem Budget. Indie-Filme mit durchdachter Geschichte und tiefschichtigen Charakteren? Vielleicht sogar mit kritischer Botschaft? Fehlanzeige! Solche Projekte gibt es natürlich, aber sie spielen einfach kaum Geld ein! Die Studios haben daraus ihre Lehren gezogen: Wer im Kino Geld verdienen will, muss erstmal ordentlich investieren (lies: Die gefühlten 15 Effektstudios bezahlen, die an einem Film beteiligt sind). Beispielhaft seien ein paar Projekte aus 2016 erwähnt: Captain America: Civil War hatte ein geschätztes Budget von 250 Millionen Dollar, Gleiches gilt für Batman v Superman: Dawn of Justice. Auch Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind schlägt mit rund 180 Millionen Dollar zu Buche! Die Studios gehen mit diesen Projekten also ein ganz schönes Risiko ein. Da müssen nur mal zwei, drei Filme hintereinander floppen, schon sieht es schlecht aus für die Geldgeber. Es ist also kein Wunder, dass die Filmemacher vor allem auf solche Marken setzen, die man dem Zuschauer nicht erst noch erklären muss, das spart vor allem Marketingkosten. Außerdem lässt sich bei einer Fortsetzung wesentlich besser abschätzen, wie viele Leute ins Kino rennen. Was meiner Meinung nach auch der (oder besser: ein) Grund war, warum man aus Der Hobbit nachträglich eine Trilogie gemacht hat.

Die hohen Kosten sind aber nicht der einzige Grund für die vielen Fortsetzungen. Ganz allgemein geht es längst darum, Inhalte speziell für die größtmögliche Zielgruppe anzupassen! Das betrifft nicht nur Filme sondern auch Serien, Spiele und sogar Bücher. Bei Letzteren hat sich beispielsweise der Markt für weibliche Young Adult-Literatur als besonders lukrativ erwiesen. Die Folge: Autoren schreiben erst gar keine Geschichte, die sie erzählen wollen, sondern erstellen speziell Inhalte für die größte Zielgruppe. Dann kommt halt eine Twilight-Kopie nach der nächsten, wen interessiert das, solange es sich verkauft? Ähnlich sieht es bei Videospielen aus. Auf Steam wurden alleine 2016 mehr als 4.200 Spiele veröffentlicht, knapp 40 Prozent des Gesamtkatalogs! Wir sprechen vor allem über viele kleine Produktionen, deren Teams kein großes Marketingbudget haben. Was also tun, um aus der Masse herauszustechen? Klar, man entwickelt Inhalte, mit denen man möglichst viele Leute erreicht. Es gibt genügend Spiele, die sich auffällig gut für Twitch-Größen oder YouTuber eignen. Fast als hätten sich die Macher vor der Entwicklung gefragt: “Kann sich PewDiePie hier gut erschrecken?” Oder auch: “Kann man hier lustige Videoüberschriften zu schreiben?” Bei Fernsehserien ist es ähnlich. Netflix beeindruckt mit seinen vielen Eigenproduktionen (oft neue Inhalte), bei denen noch dazu direkt eine ganze Staffel produziert wird. Die trauen sich was! Oder? Nicht ganz, denn anstatt eine Pilotfolge als Indiz für den Erfolg einer Serie heranzuziehen, schaut man sich den umfassenden Datenbestand an. Aus den erstellten Profilen der User können die Macher sehr genau ableiten, welche Art Inhalt gut ankommt und welcher nicht. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber allgemein arbeitet man schon im Voraus penibel daran, die Risiken zu minimieren.

Newt Scamander (Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind)

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind war für uns ein tolles Abenteuer, wenn auch kein perfekter Film. War es aber wirklich clever, schon vor Kinostart fünf Filme anzukündigen? (Copyright: Warner)

Wundervolle Echokammer

Ich sagte bereits, dass der Großteil der Fans am liebsten mehr vom Gleichen will. Das hat viel mit eigenen Präferenzen zu tun, aber nicht ausschließlich. Denn ganz ehrlich: Es wird einem fast schon zu leicht gemacht, ähnliche Dinge zu entdecken. Auf den immer gleichen, ausgetrampelten Pfaden zu wandern. Einfach weil wir an allen Ecken und Enden persönliche Vorschläge erhalten. Wir haben auf Amazon die Blu-ray von Avengers gekauft? Vielleicht gefällt uns auch Captain America: Winter Soldier. Und falls das nicht hilft, sehen wir, was andere Kunden mit ähnlichen Interessen gekauft haben. Oder auf Netflix: Dir hat Daredevil gefallen? Dann probier Jessica Jones aus! In sozialen Netzwerken wie Facebook wird’s nicht besser, selbst wenn wir direkte Empfehlungen von Freunden und Bekannten erhalten. Facebook ist eh längst zur komfortablen Echokammer mutiert, die uns nicht mit neuen Gedanken konfrontiert sondern nur anzeigt, was zu unserer Weltsicht passt. Uns gefällt Harry Potter? Dann bekommen wir Posts zum Thema angezeigt, aber nicht unbedingt etwas von Twilight oder Literaturklassikern. Wer möchte, darf hier eine allgemeine Kritik am Facebook-Algorithmus reinlesen, wenn es beispielsweise darum geht, dass man als politisch links gerichteter Mensch niemals politisch rechts gerichtete Nachrichten zu sehen bekommt.

Klar hat dieses System Vorteile. Nämlich dass man – ähnlich wie die großen Studios – keine großen Risiken eingeht, wie man seine Zeit investiert. Und wenn man beispielsweise auf die Bücher von Douglas Adams oder Neil Gaiman steht, spricht nichts dagegen, mehr von beiden zu lesen. Oder etwas thematisch Passendes, etwa Ray Bradbury. Aber die Nachteile überwiegen, weil man so unmöglich wirklich Neues findet, das einem genauso gut gefallen könnte. Und wer sagt bitte, dass man nicht auch John Irving mag, wenn man Douglas Adams gelesen hat? Oder Philip Roth? Oder Ian McEwan? Oder David Lodge? Oder Jane Austen? Oder jemanden wie Craig Thompson, um den Bogen zu Graphic Novels zu schlagen? Eine kleine Auswahl an Autoren, die ich selbst sehr schätze, die aber weder in die gleiche Kerbe schlagen noch zu meinen anderen Lieblingen passen, etwa Harry Potter oder Der Herr der Ringe. Doch solche Vorschläge bekomme ich nicht von Facebook, Amazon und Co. Ich muss sie selbst finden und ausprobieren!

Was also sollte man tun? Nun, im ersten Schritt einfach nicht zu sehr auf die Algorithmen großer Konzerne vertrauen und über das nachdenken, was man so liest beziehungsweise angeboten bekommt. Bei der angesprochenen Masse an verfügbaren Inhalten ist es so einfach und gleichzeitig so schwer wie nie zuvor, auf coole neue Dinge zu stoßen. Ich selbst vertraue immer noch auf professionelle Kritiker, auch wenn sie online regelrecht verhasst sind. Aber es gibt durchaus gute Kritiker, die sich besser mit ihren Themen auskennen als ich. Und wenn man ungefähr weiß, wie der jeweilige Autor tickt, kann man sehr gut einschätzen, ob ein Film dem eigenen Geschmack entspricht. Das heißt aber nicht, dass man hier mit dem Nachdenken und Hinterfragen aufhören soll. Selbst scheinbar unabhängige Autoren, Blogger, Podcaster oder was auch immer sind nie wirklich unabhängig. Wenn bei ihnen etwa keine Werbung gebucht wird, sondern die Leser/Zuschauer/Follower direkt für das Angebot bezahlen, müssen sie immer noch solche Inhalte erstellen, die die eigenen Leser wünschen. (Das mag die bessere Art der Abhängigkeit sein, ändert aber nichts am Kernproblem.) Und wenn man sich wirklich was traut, ist man gar nicht auf die Meinung anderer angewiesen. Man kann auch schlicht irgendetwas ausprobieren, ohne sich vorher lang und breit zu informieren. Oder mit den Worten eines Kindheitshelden ausgedrückt: Zwo, eins, Risiko!

Jessica Jones

Dir gefällt Daredevil? Dann gefällt dir auch Jessica Jones. Und Luke Cage. Und Iron Fist. Und vermutlich auch Avengers. Und Iron Man. Und Captain America … (Copyright: Marvel)

Die Beziehung zwischen Fans und Machern

Kurz zusammengefasst: Filmstudios und Co machen Fortsetzungen beziehungsweise entwickeln für die größtmögliche Zielgruppe, um Risiken zu minimieren. Gleichzeitig wird es für Fans immer schwerer, wirklich neue Dinge zu entdecken. Es gibt aber noch eine ganz andere Entwicklung, die die Lage noch brenzliger macht: Die Macht der Fans! Das wird insbesondere bei Serien deutlich. Viele Jahre hatten Zuschauer nur passiv Einfluss auf Inhalte. Anhand der Einschaltquoten sahen die Macher, ob man eine Serie fortsetzen sollte oder nicht. Das war’s eigentlich. Heute ist das anders! Wenn den Fans beispielsweise ein bestimmter Inhalt nicht gefällt, üben sie so lange Druck aus, bis die Macher reagieren! So gesehen beim Finale von How I Met Your Mother. Die Fans fühlten sich vom Ende vor den Kopf gestoßen und schrien so lange rum, bis ein Alternativende nachgereicht wurde. (So war’s auch bei Mass Effect 3, um mal ein Videospiel zu nennen.) Für mich ist das ein absolutes Unding! Die Autoren haben etwas geschaffen, das uns interessiert, das wir teils über Jahre verfolgt haben. Sollten sie dann nicht auch entscheiden dürfen, was in ihrer eigenen Geschichte passiert?

Ein ähnliches, wenn auch weniger krasses, Beispiel sind die britischen Serien Doctor Who und Sherlock, wo die Fans die Inhalte mehr oder weniger direkt beeinflussen. In The Time of the Doctor etwa “musste” Showrunner Steven Moffat einen Plot-Twist einbauen, der dem Protagonisten zwölf zusätzliche physische Regenerationen gestattet. Damit adressierte er ein Problem aus der 14. Staffel (1976), genauer aus der Episode The Deadly Assassin, dass der Doctor auf zwölf Reinkarnationen begrenzt sei. Der Plot-Twist wurde auch wegen der vielen Fan-Diskussionen eingebaut, ob Matt Smith nach den selbst auferlegten Regeln nicht der letzte Doctor sein müsste.

Damit zu Sherlock: Zu Beginn der dritten Staffel machte man sich den Spaß, direkt auf die vielen Fan-Theorien einzugehen, die online kursierten. Genauer ging es um die Diskussion, wie Sherlock seinen scheinbaren Todessprung überlebt haben könnte. Die Macher bauten gleich mehrere Erklärungen ein, eine hirnrissiger als die andere. Präsentiert wurde das Ganze zudem von Sherlock-Verehrern innerhalb der Serie, inklusive der Anspielung einer homoerotischen Beziehung zwischen Sherlock und Moriarty. Ja, das ist eher ein witziger Seitenhieb auf die Community, bei dem ich selbst schmunzeln musste. Dennoch leite ich daraus zwei Dinge ab: Zum einen hätte es den Gag ohne die bestehende Fanbasis nicht gegeben; die Fans hatten also Einfluss auf den Inhalt. Zum anderen richtet sich die (gelungene) Idee ausschließlich an die größten Fans der Show! Jemand, der davon nichts mitbekommen hat oder die Serie nur am Rande verfolgt, wird außen vorgelassen. Auch hier gibt man den Zuschauern also das, was sie wollen.

Damit zu einem letzten Punkt, was die Beziehung zwischen Fans und Machern angeht: Viele der heutigen Filmschaffenden (oder Spieleentwickler, Autoren, etc) sind selbst Fans. Regisseur Gareth Edwards etwa, der für Rogue One: A Star Wars Story verantwortlich zeichnet, liebt nach eigener Aussage alles an der klassischen Star Wars-Trilogie. Das ist toll, weil er sich mit dem Material auskennt und coole Anspielungen für die Hardcore-Fans einbauen kann. Es limitiert ihn aber auch darin, wirklich neue Dinge auszuprobieren. Was ist mit Steven Moffat und Mark Gattiss, die beide Charaktere modernisiert haben, die sie als Kinder liebten? Natürlich haben die beiden tolle Arbeit geleistet. Wenn man aber zunehmend direkt für die größten Fans produziert, wie weit ist man dann noch von Fan-Fiction entfernt? Bei Videospielen ist es ähnlich, da sie vor Anspielungen geradezu überquellen. Nach Möglichkeit werden eher mehr als weniger Easter Eggs eingebaut, um Vorbilder aus der Spielehistorie zu ehren. Nein, das ist nicht zwangsläufig schlimm. Wenn die Entwicklung aber immer extremer wird, ist es auch nichts Gutes, weil wir ständig nur Kopien von früheren Meisterwerken zu sehen bekommen.

Sherlock Holmes & Dr. Watson (Sherlock)

Sherlock lebt! Wie aber hat er das gemacht? Nun, die Fans hatten ihre ganz eigenen Theorien, die auch von den Machern aufgegriffen wurden. (Copyright: BBC)

Fans, sagt eure Meinung! Aber erwartet kein Mitspracherecht

Versteht mich nicht falsch, ich finde es super, wenn Fans ihre Meinung äußern. Ich bin ja selbst Fan! Und ich diskutiere auch gern mit anderen die Themen, die mich interessieren. (Auch wenn ich es mit krassen Online-Theorien nicht übertreibe, weil ich mich noch überraschen lassen möchte.) Und selbstverständlich kann man anderen mitteilen, wie man einen bestimmten Inhalt findet. (Auch wenn ich mir etwas mehr Differenzierung wünsche, man denke nur an die vielen 1-Sterne-Bewertungen wegen eines Kopierschutzes.) Das mache ich auch alles! Aber hier kommt der große Unterschied: Ich erwarte kein Mitspracherecht. Im Gegenteil: Ich will überhaupt nicht bestimmen, was die kreativen Schöpfer da draußen in der Mache haben. Sie sollen genau die Inhalte erschaffen, die sie selbst gut finden. Denn so beginnen alle guten Inhalte. So ist Star Wars entstanden. Und Harry Potter. Eben fast alles, was so viele Menschen da draußen lieben. Und wenn euch eine bestimmte Richtung, die eine Serie oder ein Film-Franchise einschlägt, nicht gefällt: Dann probiert einfach was anderes aus! Die Welt ist voll von großartigen Inhalten. Sie warten nur darauf, von euch entdeckt zu werden. Und wenn nach und nach auch solche Inhalte Erfolg haben, dass sie vielleicht auch in der Top-10 der erfolgreichsten Filme eines Jahres auftauchen, bekommen wir anstelle ewiger Fortsetzungen und Reboots irgendwann auch das nächste große Ding, das wirklich neu ist. Dann stört es mich auch nicht, wenn es weiter Fortsetzungen gibt. Nur vielleicht nicht gar so viele.

Deadpool

Deadpool war zwar auch nur eine Adaption, aber immerhin haben es die Macher verstanden, einen ganz eigenen Comic-Film auf die Beine zu stellen. Der noch dazu der Vorlage treu bleibt! Eine unterhaltsame Ausnahme, auch wenn ich mir selbst trotzdem mehr gänzlich neue Inhalte wünsche. (Copyright: Fox)

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  • Traurig aber wahr

    Die hier wiedergegebenen Gedanken hatte ich mir auch schon gemacht. Kann der Aussage nur zu 100% zustimmen. Inhaltlich verarmt das Kino.

  • Über Fantastische Tierwesen, The Cursed Child und der Hobbit

    Ein gutes Beispiel dafür sind The Cursed Child und Fantastische Tierwesen. Auch, wenn Rowling gesagt hat, dass sie nichts mehr von Harry Potter schreiben will, sind diese beiden Sachen entstanden (mir ist klar, dass sie Tcc nur unterstützt hat, aber trotzdem). Fantastische Tierwesen hat kaum noch was mit dem Universum zu tun. Versteht mich nicht falsch, ich liebe diesen Film und er ist sofort auf Platz 2 meiner Lieblingsfilme aufgerückt (neben Lotr, dad kann nichts je toppen). Und The Cursed Child ist für mich der oberflop, ich war davon wirklich enttäuscht und hätte es am liebsten hochkannt in den see geschleudert, wenn ich dafür nicht 20 Euro geblecht hätte. Beide Geschichten wurde nur gemacht, damit die Fans irgendwas haben, woran sie sich festhalten und verbeißen können-im positiven wie im negativen sinne. Auch beim Hobbit war das so. Man hätte die Geschichte in einem, maximal in zwei filmem erzählen können und sollen. Der dritte teil ist meiner Meinung nach murks und auch diese Geschichte mit Tauriel und Kili ist überzogen, das wäre nicht wirklich notwendig gewesen, Tauriel noch mit einzubinden. (Gegen Legolas hab ich nichts, den vergöttere ich so sehr, dass ich ihn mit Kusshand dulde

  • Birdman statt Marvel

    Die Zeile "[...] durchdachter Geschichte und tiefschichtigen Charakteren? Vielleicht sogar mit kritischer Botschaft? Fehlanzeige" lies mich schmunzeln, denn das ist genau das, was mich zunehmend an den großen Blockbustern im Kino stört. Bei Marvel-Filmen spar ich mir inzwischen sogar den Kinobesuch, rausgeschmissenes Geld für immer gleiche, voraussehbare Geschichten, bei denen eben die oben genannten Kriterien fehlen. Ganz nach dem Motto: Überfordern wir die Zuschauer nicht, sonst müssen sie ja am Ende noch darüber nachdenken, was sie da gesehen haben. (Meiner Meinung nach) großartige Filme wie Birdman oder The Revenant werden zwar ausgezeichnet, aber großen Anklang in der breiten Masse bekommt man eher nicht mit, was sehr schade ist. Filme wie diese beiden haben eben genau die durchdachten Geschichten, Charaktere und kritische Botschaften, an denen es den meisten Filmen heutzutage fehlt, was Kino inhaltlich immer ärmer werden lässt. Sehr interessanter Artikel, dem ich große Zustimmung entgegen bringen kann.

  • Teils teily

    Einerseits muss ich zustimmen, es kommt sehr viel ähnliches schon dagewesenes raus, was den Horizont vielleicht etwas einschränkt. Aber andererseits finde ich es jetzt auch nicht so schlimm. Ich, für meinen Teil, habe ein gewisses Interessengebiet, in dem ich mich gerne bewege. So wie jeder andere auch. Sicher, man sollte sich immer eine gewisse Offenheit gegenüber Neuem bewahren. Ich zB hab jetzt nicht so ein Problem, dass die Star Wars Geschichte jetzt anders weitergeht als in den Büchern. Zwar irgendwie schade aber ok, mal schaun was die draus machen. Aber ich muss mir nicht wirklich Fast & Furious reinziehn um festzustellen, dass mich das nicht interessiert.
    Ich betrachte das jetzt mal nicht von der Seite der Geldmacherei, das ist mir zoemlich wurscht. Aber ich für meinen Teil freue mich, dass ich endlich öfter Grund habe ins Kino zu gehen und dort Inhalte bekomme, von denen ich weiß, dass sie mich interessieren. Ich kanns mir nämlich nicht leisten, € 15 für was auszugeben, das ich mir daheim nicht mal gratis anschaun würde.

  • Manches too much

    Nicht jede Fortsetzung muss wirklich sein. Im Falle HdR + Hobbit gefiel es mir ausnahmsweise und auch als Trekkie fand ich SW VII toll. Für das Silmarillion bete ich ja trotz allem aber Rogue One z.B. war zwar cool, aber das Feeling fehlte mir etwas. Ich gebe zu in den beiden vorletzten ST Filmen fehlte mir auch das Star Trek Gefühl was im letzten zum Glück doch gut ging... Aber in manchen Fortsetzungen sehe ich nur noch Geldmacherei.

  • Die Balance muss stimmen

    Prinzipiell stimme ich hier in vielem zu. Es ist schon traurig wenn die Einzigen, die noch Original-Filme produzieren Animationsstudios sind. Und selbst da wird glaube ich bereitwillig viel Geld von den Studios investiert, weil man weiß das Animationsfilme irgendwie immer gehen (zumindest von den großen Studios). Wobei ich es schon ein bisschen kritisch betrachte das Disney in den nächsten Jahren plant sämtliche Animationsklassiker als Realfilme erneut herauszubringen (deren Grundlage ja auch oft nur bekannte Märchen/Geschichten waren). Im Falle von "Maleficient" fand ich das als Experiment noch interessant, gerade auch weil die Geschichte aus einer anderen Perspektive erzählt wurde. Aber nach allem was man zum Beispiel über "Die Schöne & das Biest" weiß, wird da 1:1 die Geschichte des Animationsfilmes nacherzählt und da stellt sich die Frage warum. Das wird bestimmt alles schön anzusehen werden, aber denoch finde ich das der Animationsfilm keine Neuverfilmung benötigt, sondern ein zeitloser Klassiker ist.

    Generell habe ich nichts gegen neue Inhalte aus altbekannten Franchises, solange die Qualität stimmt. Das ist bei Marvel der Fall und auch bei Star Wars (ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte Rogue One ist fast der beste Star Wars Film, gerade weil er nicht ein klassischer Star Wars Film sein will). Fortsetzungen nur der Fortzungen willer braucht jedoch keiner (siehe traurigerweise das Gilmore Girls Revival).

    Ich kann verstehen warum die Filmstudios Risikos vermeiden, gerade wenn man sich die Summen ansieht um die es geht. Was mich da auch ein wenig stört, ist das gefühlt immer die gleichen Schauspieler zu Gesicht bekommt. Außer eine Marke ist so groß wie Star Wars, dass man sich erlauben kann auf mehr oder weniger unbekannte Gesichter zu setzen.

    Was den Fan-Service angeht, da muss die Balance stimmen. Allgemein mag ich Anspielungen die eben nur die Fans verstehen, es darf jedoch nicht so viel sein das ein casual viewer die Handlung nicht mehr versteht. Ich mag prinzipiell auch wenn mal die vierte Wand zerbrochen wird (jahrelanges Supernatural schauen hat mich geprägt). Natürlich sollten man den Fans nicht alles geben was sie wollen. Aber wenn in GoT Dany Richtung Westeros segelt ist das für mich kein Fanservice wie von manchen kritisiert, sondern eine logische Fortführung der Handlung. Und etwas was Fans schon seit Jahren fordern und was endlich bei den großen Studios anzukommen scheint: mehr Diversität. Mehr Charaktere die eben nicht männlich, weiß, hetero, cis-gender sind, denn davon haben wir wahrlich genug. In dem Sinne kann die Einmischung der Fans auch etwas gutes haben.

    Und noch ein anderer Vorteil von Social Media: natürlich gibt es etliche Algorhytmen und die Gefahr das man immer nur die gleichen Inhalte vorgesetzt bekommt. Es gibt aber auch etliche Filme/Serien von denen ich nie etwas gehört hätte wenn nicht jemand zum Beispiel bei Tumblr Werbung dafür gemacht hätte. Und das sind Produktionen die oft ohne großen Werbebudget/große Namen auskommen mussten. Hat also alles seine Vor - und Nachteile.

    (Sorry, ist ein bisschen lang geworden. Sitze krank daheim und habe Langweile ~.~)

  • "Sitze gerade zuhause rum und habe Langeweile"

    Diesen Satz - "Sitze gerade zuhause rum und habe Langeweile" - von einem User hier macht doch nachdenklich. Nie zuvor hatten die Leute derart viel Zeit (und damit einhergehend wohl auch Langeweile) in ihrem Leben. Wer "richtig" arbeitet und einen anspruchsvollen Job hat, der hat keine Zeit (und auch keine Energie) am Ende des Tages mehr, ständig sein Facebook Profil zu besuchen oder in Blogs etwas zu schreiben. Fragt man den Bauarbeiter oder die Krankenschwester. Die sind einfach froh, wenn sie ihre Ruhe abends haben. Die Tatsache, dass viele Leute diesen privaten Aktivitäten während ihrer Arbeitszeit nachgehen, weist auch nicht gerade auf einen anspruchsvollen Job hin. Das, was wir heutzutage haben, ist der reinste Luxus, nur die wenigsten scheinen sich dem aber bewusst zu sein. Wir schlingern durchs Leben und lassen uns von Filmen berauschen. Zu meiner Zeit (ich bin 44) gab es dieses ganze Franchising nicht. 1984 freute man sich wie blöd über Sammelsticker von Rückkehr der Jedi Ritter. Das war etwas besonderes, das wurde gehegt und gepflegt. Heute wird man mit Star Wars Artikeln zugeschüttet. Besonders intensiv habe ich das gemerkt bei "Das Erwachen der Macht". Mittlerweile finde ich es nicht mehr cool, mit einem Star Wars-T-Shirt rumzulaufen, weil jeder Idiot das trägt, einfach weil Star Wars trendy ist. Star Wars ist zu einer Marke geworden wie die Rolling Stones - man bekommt sogar bei H&M die Shirts. Abartig. Schuld daran ist die Überflutung des Marktes in fast jedem Bereich, ob es die Gilette Rasierklingen zu Rogue One sind oder Ausstechförmchen von Star Wars, was hat das noch mit einem Filmartikel zu tun und wer kauft das? Es gibt leider mittlerweile den letzten Schund für den Fan. Die Tatsache, dass es diese Sachen gibt, lässt mich vermuten, dass es hierfür wohl auch eine Nachfrage gibt. Fragt sich, wer sich das alles kauft und wer alles dafür Geld hat.

    Die Macher der Filmindustrie haben es wohl richtig erkannt: Der heutige Filmuser ist jener, der ständig und überall online ist, gelangweilt ist und mehr Geld als nötig hat. Der heutige Filmuser ist dankbar für jede noch so kleine Ablenkung in seinem sonst so leeren Leben. Das soll keine Bewertung sein, diesen Eindruck habe ich, wenn ich sehe, welche und wie viele Filme sich angeschaut und hoch gelobt werden. Ich schaue mir mittlerweile nur noch Filme auf DVD an, die gut sind. Die Kinopreise sind für eine Familie mit Kindern der Horror (von den Verzehrpreisen vor Ort mal abgesehen). Man benötigt eigentlich keine Blogs, Chats oder stundenlanges Überlegen und Sinnieren, ob ein Film gut und sehenswert ist, die meisten Trailer geben doch schon preis, ob sich ein Film lohnt oder nicht. Es scheint mir auch nicht erstrebenswert, eine endlose Liste an Filmen am Ende des Jahres zu benötigen, um sich noch zu erinnern, was man alles gesehen hat. Weniger ist manchmal mehr. Qualität statt Quantität.

    Was die Auflistung der Fortsetzungen anbelangt: Ich finde, hier sollten Unterschiede gemacht werden. Ein Film wie Mockingjay 2 schließt eine Reihe ab, das läuft für mich nicht unter dem Titel "Gebt den Fans, was sie wollen". Dieser Film ist für mich in der Auflistung eigentlich der einzige, den man als Fortsetzung beschreiben könnte, weil er ohne die davor stehenden Teile keinen Sinn machen würde und das Ganze nicht zu Ende erzählt wäre. Die anderen Filme, ob nun Jurassic World, Spectre oder die Star Wars Filme funktionieren auch ohne ihre Vorgänger und sind meiner Meinung nach in sich abgeschlossen.

  • "Nichts neues in Hollywood"

    Ich bin ehrlich, mich nervt es weil man das Bild bekommt, das es nichts neues gibt. Nun haben wir wieder einen neuen Batman, weshalb man sich schon denken kann das bald eine neue Batman Trilogie erscheint. Spider Man das gleiche. Es wird in meinen Augen einfach zuviel.

    Ich bin ein Freund von abgeschlossenen Geschichten. Die 6 Star Wars Filme waren in meinen Augen perfekt. War es wirklich nötig nun neue zu machen? Und dann auch noch so grottenschlecht wie Episode 7? Harry Potter genauso. Ein gutes Beispiel sind für mich da auch die Animes Digimon und Dragonball. Auch hier wird nun weiter in die Länge gezogen und das auf eine Art und Weise, wo man sich als Fan echt nur an den Kopf fassen kann.

    Ich kopiere hier einfach mal einen Text, den ich mal geschrieben habe auf Facebook.

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    Aus alt mach neu.
    Oder
    Die Unendliche Geschichte
    Oder
    Die Wiederholung der Wiederholung wir wiederholen.
    Diese drei Dinge fallen mir ein wenn ich schaue was im Moment so los ist. Serien die eigentlich beendet sind werden neu aufgelegt oder weiter in die Länge gezogen. Eine Rolle in einem Film bekommt einen neuen Schauspieler, weshalb wieder neue Filmreihen angekündigt werden, alte Themen werden ausgebuddelt und als etwas ganz neues verfilmt.
    Seih es nun King Kong der bald wieder die Kinosaäle unsicher macht, die Serie Charmed ein Serie bekommt die die Vorgeschichte erzählen soll, oder mit Digimon Tri und Dragonball Super beendete Serien weitergeführt werden.
    Da fragt man sich schon ein wenig, gehen euch die Ideen aus Leute?
    Fangen wir mal mit Filmen an. Die Superhelden sind ja schon seid dem Anfang der 2000er kaum noch aus den Kinos wegzudenken und auch schon vor den 2000er gab es Filme mit Batman und SuperMan. Doch erst nach dem Millennium hat es richtig eingeschlagen. Doch ist es wirklich gut so wie es ist? Nun ich persönlich finde einige Filme recht gut gelungen, andere eher weniger. Man kann Superhelden die hunderte an Comics haben die ihre Geschichten erzählen, nicht in ein oder zwei Filmen gut rüberbringen. Finde ich. Wie lief es bisher? Nehmen wir doch mal die ersten drei SpiderMan Filme. Der erste erzählte wie Peter Parker zu SpiderMan wurde, im zweiten traf er auf einen weiteren Schurken und im dritten versuchte man die komplizierte Geschichte mit Venom rüber zubringen. Wie hat es geklappt? Es ging. Das Problem in meinen Augen ist das in einigen Punkten sich zu wenig Mühe gegeben wurde. Das sieht man allein daran, das die es bis Heute nicht hinbekommen haben einen vernünftigen Green Goblin auf die Leinwand zu kriegen. Und das obwohl es einen Green Goblin in einer Game Werbung der 80er gab, weitaus besser aussah als beide Goblins in den Filmen. Was ist so schwer daran dem Typen eine grüne Maske mit lila Mütze zu geben?
    Oder auch Lex Luthor in Batman VS SuperMan der eher aussieht wie der psychopatische Bruder von Ron Weasley. Man hat echt das Gefühl das die sich oft mehr Mühe geben die Action und Effekte gut aussehen zu lassen, als mal ein wenig mehr Arbeit in die Story und Charaktere zu stecken, aber dazu in einem anderen Thema mehr.
    Man hat echt das Gefühl das die Ideen ausgehen. Transformers war damals genial, inzwischen wird auch die Filmreihe endlos in die Länge gezogen. Das ein Film einen zweiten, oder dritten Teil bekommt. Okay. Aber 5 oder 6? Der Herr der Ringe hat es hinbekommen mit drei Filmen seine Geschichte zu erzählen. Wieso schaffen das Filme wie Transformers nicht? Vor allem da auch hier die Geschichte immer weiter in den Hintergrund rückt.
    Wie gesagt findet nun auch King Kong seinen Weg auf die Leinwand und man fragt sich "Wirklich?". Ist ja nicht so als hätten wir schon Filme mit dem Riesenaffen. Und im Trailer wird es dann immer dargestellt als wäre es was so neues das es noch nie gab. King Kong ist King Kong, ihr werdet da nichts neues erzählen können. Man kennt die Geschichte des Gorillas.
    Was gibt es noch 2017? Fluch der Karibik 5, Fast & Furious 8, Planet der Affen 3, Cars 3 und so weiter. Ist ja schön wenn man eine Filmreihe gerne hat und die Geschichte weiter erzählen möchte, aber das steckt bei vielen eher nicht dahinter. Oder wozu braucht man einen dritten Teil von Cars? Oder eine weitere Trilogie von einer Filmreihe die es schon längst gibt?
    Aber nicht nur Filme sind betroffen. Auch Animes finden keine Ruhe. Zu Dragonball Super habe ich mich schon geäußert, aber auch Digimon wurde aus dem Altenheim gezerrt. Ich bin mit der Serie aufgewachsen und Gott ich liebe sie, es ist eine meiner schönsten Erinnerungen die Abenteuer der Digiritter zu verfolgen, die schließlich in 02 ein Ende fand. Oder? Anscheinend gibt es eine noch nicht erzählte Geschichte. Während Digimon Adventures 02 am Ende zeigte wie alle erwachsen sind und ihr Leben lebten, meint Digimon Tri nun sagen zu müssen "Oh nein, da ist noch mehr passiert". Das gleiche wie Dragonball Super, der meint "Oh nein vor der letzten Folge von Z ist noch mehr passiert". Und sowas ist einfach nur Schrott. Eine abgeschlossene Geschichte ist eine abgeschlossene Geschichte. Was ist das auf einmal für ein Trend? Zu sagen "Nein die Geschichte ist noch nicht vorbei, davor ist noch was passiert". Da ergibt das Ende doch gar keinen Sinn mehr. Bestes Beispiel mit Dragonball. Am Ende von Z war Goku so fasziniert von der Stärke von Oob weil er nur einige Jahre zuvor gegen Kid Boo gekämpft hat. Wieso soll ihn das jetzt noch interessieren wenn er inzwischen Gegner getroffen hat die so stark sind das sie Kid Boo mit einem Angriff erledigen können?
    Das ergibt keinen Sinn und macht somit die ganze Geschichte des Animes zu nichte. Genauso wie Digimon. Abgesehen davon das die Zeichenart total anders ist und einfach nur schlecht aussieht, die Mädels auf einmal eine Oberweite haben die sie noch nicht mal als Erwachsene hatten ist es auch einfach bescheuert. Ich kann verstehen das man zum 20 Geburtstag was tolles zaubern möchte. Aber wieso nicht einen Film mit den alten Charakteren? Wieso muss es was so neues sein das den ganzen Zauber von Digimon total kaputt macht. Sie werden nie die Charaktere so rüberbringen können wie es früher war. Digimon Tri wird nie in die Fußstapfen von den ersten beiden Staffeln treten können.
    Ich fand Digimon auch immer wegen einer Sache toll, es brachte was neues. Viele Animes haben das Problem das sie zu lange auf einen Charakter fixiert sind, bestes Beispiel Pokemon. Ash bis Heute. Digimon hat den Vorteil das, ab Staffel 3, es immer neue waren. Neue Protagonisten, neue Abenteuer. Das haben Animes wie One Piece und Pokemon nicht. Da verfolgt man bis Heute ein und die selben Charaktere. Sicher ist es irgendwo toll das man sich Zeit nimmt das Abenteuer seines Charakters zu erzählen. Aber es kann auch, finde ich, schnell eintönig werden. Vor allem wenn man dann gute, neue Charaktere einbringt nur um sie dann schnell wieder von der Bühne zu holen damit sie dem Protagonisten nicht die Show stehlen (*hust* Ruffy und Law *hust').
    Naruto habe ich gefeiert als es zu Ende ging. Ich dachte "Endlich mal ein Anime der einen Schlussstrich zieht.". Die Geschichte war erzählt, das Ziel war erreicht. Dachte man. Aber auch die Macher von Naruto meinen ihren Helden keinen Ruhestand gönnen zu können und mit dem Sohn von Naruto wird die Geschichte weitergeführt. Macht es Sinn? Ich denke eher nicht. Es ist eher wieder eine Klischeegeschichte.
    Aber wo ist jetzt mein Problem an dem ganzen? Ich bin selber Autor und erfinde Geschichten. Ich mach mir Gedanken über den Anfang, aber auch über das Ende. Und das haben in meinen Augen viele Geschichten Heute nicht. Seihen es Filme oder Serien, sie alle erzählen eine Geschichte. Indem man aber Filme immer wieder neu auflegt oder unendlich in die Länge zieht, findet die Geschichte kein Ende. Sicher ist es toll, wenn man von seinem Helden neue Abenteuer sieht, aber wenn die Bühne immer von den alten Hasen besetzt ist, fehlt der Platz für neues. Ich finde solange es die Großen gibt, werden die Kleinen und Neuen wenig Chance haben. Wozu braucht man ein neuen King Kong Film? Wozu braucht man einen fünften Teil von Transformers? Wieso werden Animes wie Dragonball, Naruto und Digimon weiter in die Länge gezogen? Wird da wirklich an die Fans gedacht? ich denke eher nicht. Sicher, auch das alles ist ein Geschäft und die Erfinder wollen daran verdienen. Aber haben die irgendwann mit dem Gedanken angefangen, Filme und Animes zu machen um Geld zu verdienen? Ich hoffe nicht, denn das ist der falsche Gedanke. Man erfindet Geschichten nicht um Geld damit zu verdienen, sondern um sie zu erzählen. Und eine Geschichte hat einen Anfang, aber auch ein Ende. Und irgendwann haben es auch mal die Helden der Geschichte verdient, in Rente zu gehen. So sehe ich das zu mindestens.
    Wenn man schon von den alten Geschichten was erzählen möchte, finde ich hätte man mehr in die Vergangenheit gehen sollen. Wieso immer in die Zukunft? ich denke da an Dragonball. Die Geschichte von den Sayiadjins ist eine interessante Geschichte? Wieso wird nicht mehr darüber erzählt? Auch weil dort die Kraft noch nicht so übertrieben war.
    Oder bei Digimon die Zeit vor den Digirittern. Es wurde doch gezeigt das schon viele Dinge passiert sind, bevor Tai und Co in die Digiwelt kamen.
    Oder bei Naruto, ein Film der mal ausführlich darüber erzählt was mit dem Uchihas passiert ist. Oder die Geschichte von Orochimaru. Die Geschichte von Akatsuki und deren Mitgliedern.
    In den Animes steckt noch so viel aber anstatt sich darum zu kümmern wird weiter in die Zukunft gegangen und die Geschichte endlos in die Länge gezogen. Aber genug jetzt davon.
    So wie das Momentan läuft, finde ich es nicht so gut. Es wird immer weniger auf die Charaktere und die Geschichte eingegangen. Es gibt immer mehr Action, immer weniger Story, immer weniger Tiefe. Seih es nun bei Filmen oder Serien. Ist das gut so wie es läuft? Da hat jeder seine eigene Meinung. Ich finde nicht. Es würde vielen Filmreihen und Serien gut tun wenn die Macher mal daran denken das eine Geschichte auch irgendwann, ein Ende hat.

  • Ein wichtiges Thema wie ich finde....

    Ihr spricht mir aus der Seele....genau darüber habe ich gestern mit meinem Freund gesprochen. Er war nämlich im neuen "Alien" drin. Solange es die Leute interessiert, werden sie es sich antun.
    Meine Meinung ist die, die ihr eigentlich auch geschrieben habt: Wir brauchen was neues was die Filme angeht. Mir geht es einfach nur auf den Senkel dass es unzählige Fortsetzungen, Remakes und was noch alles gibt und nichts neues spannendes kommt. Damit bleiben die Filmemacher klar auf der sicheren Seite weil sie wissen dass es gefällt...und eine wie ich, die sowas eigentlich vermeiden will, kommt manchmal nicht drum rum, sich doch den ein oder anderen Film anzuschauen, weil man ja dann doch neugierig ist und wissen will wie der Film ist. Wie zb. Die Schöne und das Biest, (wobei ich mir den nur wegen der tollen Schauspieler angeschaut habe!!) aber sonst will ich das wirklich vermeiden. Ich gehe nurnoch selten ins Kino weil sich das langsam nicht mehr lohnt. Immer weniger Filme die mich interessieren, (nur am Rande, die Comedy-Filme sind auch nicht mehr brüllend komisch) und Kinoeintritt wird ja auch immer teurer, und mittlerweile ist man ja fast gezwungen, sich die Filme in 3D anzuschauen, auch bei den Filmen wo es wirklich kein Sinn macht! Sorry ich musste jetzt mal mein Senf ablassen xD

    Phantastische Tierwesen habe ich mir im Kino angeschaut weil ich ein Potterhead bin und mich die Story natürlich interessiert....aber 5 Teile finde ich auch etwas krass. Habe leider das Buch vorher nicht gelesen (was ich sehr bereue!!) aber ich finde es sollte eine Grenze geben und aufhören wenns am schönsten ist. Hätte zb. kein Fast&Furious 8 mehr gemacht...aber kann man nichts ändern. Den schaue ich mir vllt. im FreeTV in 2 Jahren an. Aber ins Kino gehe ich dafür nicht mehr.

    Was die Spiele und Bücher angeht: Ich habe viele Spiele die ich angefangen habe, und nicht zu ende spiele. Liegt aber auch an mir weil ich nicht den ganzen Tag am zocken bin, aber trotzdem ist es wirklich so dass wir überhäuft werden und ja zum einen ist das gut aber auch nicht so gut, weil wie oben schon erwähnt, es gibt dann keine großen Gurken mehr. Mit Büchern hatte ich es nie so, deswegen äußere ich mich dazu nicht.

    Serien werden es mir auch viel zu viele...gerade diese Netflix-Serien sind für mich unnötig und man kommt wirklich nicht mehr hinterher...das Niveau wurde aber auch mächtig runtergeschraubt finde ich.

    Jedenfalls sehe ich das auch so wie ihr, das die Macher und die Zuschauer schuld sind...leider.

    Ich könnte mit Sicherheit noch viel mehr schreiben aber mir fällt gerade nichts ein. xD

    Das Thema ist auf jeden Fall gut und beschäftigt die meisten.