Die 10 beliebtesten Horrorfilme aller Zeiten

Top 10 Horrorfilme

Während es für die einen gar nicht blutig genug sein kann, bevorzugen die anderen den unsichtbaren Grusel, der sich so nach und nach anschleicht. Die Rede ist, natürlich, von Horrorfilmen. Bei keinem anderen Genre gehen die Meinungen so dermaßen auseinander. Um herauszufinden, welche die gängigen Favoriten sind, starteten wir eine große Umfrage, bei der nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern auch die Elbenwald-Community ihre Stimme abgaben. An vielen Ecken hieß es gleich „So etwas schaue ich nicht!“, trotzdem votete eine stolze Summe von über dreihundert Teilnehmern. Nominiert wurde so gut wie alles. Von klassischem Geisterspuk bis zum Hardcore-Slasher, auch viele Psychothriller und Sci-Fi-Mystik-Filme fanden ihren Platz in der Liste. Es bleibt eben jedem selbst überlassen, ab wann das große Schaudern beginnt. Obwohl über zweihundert Filme genannt wurden, kristallisierte sich schnell eine klare Top Ten heraus. Und das sind sie nun: Die zehn beliebtesten Horrorfilme aller Zeiten.

10) Saw (Saw, 2004)

Mit seinen blutigen Spielchen hat es Serienmörder Jigsaw gerade noch in die Top Ten geschafft. Immerhin liefert uns der Splatter-Thriller Saw einige Argumente, warum man ihn als Horror-Fan gesehen haben sollte. Da wäre zum einen die Story. Ein Psychopath entführt eine ganze Menge Leute, um sie in lebensbedrohliche Situationen zu bringen. Daraus können sie sich nur befreien, indem sie sich selbst oder andere körperlich verletzen oder gar töten. Das Ganze wird von Jigsaw als Spiel bezeichnet und soll das Opfer dazu bringen, sein Leben wieder schätzen zu lernen. Die Geschichte ist also annehmbar konstruiert, was in diesem Genre nicht selbstverständlich ist. Neben einem halbwegs durchdachten Handlungsverlauf und zahlreichen schockierenden Pointen hat Saw jedoch noch etwas ganz anderes zu bieten.

Selten finden sich in einem Film so unfassbar viele Gimmicks, die auf Anhieb zugeordnet und leicht kopiert werden können. Da wäre zum einen Jigsaws Masche, mit einer Schweinemaske herumzulaufen. Auch die Kassettenbänder, auf denen er seinen Opfern erklärt, was sie zu tun haben, sind ein herausragendes Element. Der Satz „Ich will ein Spiel spielen“ ist nahezu legendär und mit Jigsaw untrennbar verbunden. Last but not least: Die Puppe Billy. Von Jigsaw gesteuert nimmt diese bisweilen Kontakt mit seinen Opfern auf. Als ob das Ganze nicht schon verstörend genug wäre …
Ein letzter Pluspunkt ist der Zusammenhalt der beiden Protagonisten Adam und Dr. Gordon. Man spürt regelrecht, wie das gemeinsame, grauenvolle Erlebnis sie zusammenschweißt. Am Ende des Films würden sie alles dafür tun, um das andere menschliche Wesen in diesem Alptraum nicht auch noch zu verlieren. Sämtlichen Fortsetzungen der Saw-Reihe ist das nicht mehr gelungen. Danach wurde mehr und mehr auf eklige Splatter-Szenen statt auf sympathische Figuren gesetzt. Teil Eins hat den Platz Nummer zehn jedoch mehr als verdient.

Puppe Billy (Saw)

Neben Billy The Puppet sieht Mörderpuppe Chucky wie ein lieber, kleiner Junge aus. (Copyright: Lionsgate)

9) Silent Hill – Willkommen in der Hölle (Silent Hill, 2006)

Als Videospielverfilmung hat Silent Hill von vornherein einen Sonderstatus. Zur Debatte steht nicht nur, wie gelungen die Effekte und wie logisch der Handlungsverlauf ist, sondern auch, ob das Spiel adäquat umgesetzt wurde. Zocker mögen darauf einen anderen Blickwinkel haben als reine Horrorfilm-Zuschauer. In der Umfrage wurde Silent Hill jedoch so häufig in den Raum geworfen, dass man wohl davon ausgehen kann, beide Gruppierungen sind zufrieden. (Allgemein wird Silent Hill gerne mit Resident Evil verglichen, diese Gameverfilmung schaffte es in unserem Ranking jedoch nur auf Platz Hundertneunundzwanzig.) Doch worum geht es eigentlich in Silent Hill? Ein Ehepaar sorgt sich um seine kleine Adoptivtochter, die zum Schlafwandeln tendiert und dabei gerne die Worte „Silent Hill“ wiederholt. Nachdem die Mutter erfährt, dass es sich dabei um eine echte Stadt handelt, packt sie kurzerhand das Kind ein, um mit ihr dort hinzufahren. Kaum sind die beiden in der Asche regnenden Geisterstadt angekommen, ist das Mädchen plötzlich verschwunden. Eine schaurige Suche beginnt.

Von Logiklücken wurde Silent Hill nicht ganz verschont, es gibt jedoch genug Punkte, die das Ganze wieder wettmachen. An allererster Stelle muss die gewaltige Bild- und Tonästhetik genannt werden. Surrealistische Alptraum-Szenerien untermalt von der originalen Musik aus dem Videospiel werden einheitlich als schaurig-schön empfunden. Davon abgesehen wurde einiges an Elementen reingepackt, die den Grusel ins Unermessliche steigern: Blutende Wände, verkohlte Kinder aus glühender Kohle, kreischende Wesen aus Leichenteilen, der legendäre Pyramid Head aus dem Spiel, Hexenverbrennungen und ein Dämon in Form eines kleinen, bösen Mädchens. (Was gibt es Unheimlicheres?) Ein kleines Schmankerl noch: Sean Bean ist mit von der Partie. Ob er diese Story überlebt, wollen wir nicht spoilern. (Und „Andrea“ aus The Walking Dead spielt hier eine überraschend sympathische Polizistin.)

Silent Hill

Silent Hill ist eine Geisterstadt in jeglicher Bedeutung des Wortes. (Copyright: TriStar)

8) Tanz der Teufel (The Evil Dead, 1981)

Auf Platz acht tanzte sich der Klassiker The Evil Dead von Regisseur Sam Raimi. Dieser Film ist in mehr als nur einer Hinsicht absolut erwähnenswert. Zwar steht er weiterhin wegen gewaltverharmlosender Szenen auf dem Index, die Beschlagnahmung aus dem Jahr 1984 wurde jedoch am 8. August 2016 aufgehoben. Wie kann es passieren, dass dieser Film von Horror-Fans weltweit als Kultstreifen gefeiert wird? Bei der Story handelt es sich um eine ziemlich banale Hütten-Geschichte, die vor Klischees nur so trieft. Ein paar Jugendliche wollen Urlaub in einer Waldhütte verbringen und werden nacheinander von Dämonen okkupiert, wodurch sie einer nach dem anderen auf grausame Weise das Zeitliche segnen. Wenig Budget sorgte bei der Umsetzung für zahlreiche Charakteristika eines B-Movies. Nichtsdestotrotz waren Maske und Splatter-Szenen hervorragend umgesetzt, zusätzlich erfand Sam Raimi für The Evil Dead die Shaky cam, eine auf ein Brett geschnallte Kamera, die durch den Wald gezogen wird. Neben der teils gekonnten Technik gibt es jedoch noch andere Merkmale, die den Film einzigartig machen.

Unter Horror-Fans ist der Protagonist Ashley „Ash“ J. Williams als kultiger Held bekannt, der sowohl in den Fortsetzungen als auch in der Serie Ash vs. Evil Dead Dämonen bekämpft. Bereits der erste Teil war als Komödie geplant, wirklich eindeutig zeigt sich der Comedy-Faktor jedoch erst in den Fortsetzungen. Einige finden die tanzenden Teufel gar zum Schreien komisch, zart besaitete Menschen hingegen stören sich an den vielen abschreckenden Szenen. Fliegende Organe und eine Vergewaltigung durch einen Baum sind nur zwei Beispiele. Erwähnenswert ist noch das Buch Necronomicon, das die Jugendlichen im Keller der Hütte finden. Dieses ist eigentlich eine Erfindung von Schriftsteller H.P. Lovecraft, fand seinen Weg jedoch auch in zig andere Geschichten. Die The Evil Dead-Reihe ist Kult-Trash vom Feinsten. Für Horrorfans ein absolutes Muss!

Ash - Tanz der Teufel

Bekannte Bösewichte gibt es genug, als Horror-Held ist Ash jedoch ziemlich einzigartig! (Copyright: Metropolitan Filmexport)

7) Ring (The Ring, 2002)

Die Japaner haben es einfach drauf, wenn es um das Erfinden von unheimlichen Geschichten geht. Und da die Amerikaner eine gute Geschichte zu schätzen wissen, machten sie mit ihrem Remake The Ring das grauenvolle Märchen publik. Inzwischen kommt an diesem Film kaum noch jemand vorbei, selbst unter den Horror-Muffeln. Die Story dreht sich um ein Video, das man sich unter keinen Umständen ansehen darf. Nicht nur aus dem Grund, weil die eigenartigen Bilder darauf recht verstörend sind. Viel entscheidender ist: Jeder, der das Video gesehen hat, stirbt nach sieben Tagen. Erstaunlicherweise ist diese Tatsache nicht das grauenerregendste Element an The Ring. Natürlich haben wir auch hier wieder ein ganz klassisches Horror-Stereotyp. Die Rede ist von einem kleinen Mädchen in einem weißen Kleid, dessen schwarze Haare seitlich an ihr herunter hängen. Das fratzenhafte Gesicht ist diesbezüglich Standard, dass sie aber aus einem Fernseher krabbelt, um einen zu töten, war dann doch ziemlich neu. (Sieht man vom japanischen Vorläufer ab.)

Insgesamt handelt es sich bei The Ring um eine solide Horror-Inszenierung, die genug Schockelemente und unerwartete Twists liefert, dass sie einem noch lange danach im Kopf herumspukt. Der kleine Junge, der mit parapsychologischen Erkenntnissen nur so um sich schmeißt, kann ein bisschen nervig sein. Dafür ist seine Mutter, dargestellt von Naomi Watts, umso sympathischer. Gesehen haben sollte man den Film auf jeden Fall. Allein um zu lernen, dass man sich nicht alles anschauen darf, was einem so in die Hände fällt…

Samara Morgan - The Ring

Nahezu jeder Haushalt hat einen Fernseher. Finde den Fehler! (Copyright: Dreamworks)

6) Nightmare – Mörderische Träume (A Nightmare on Elm Street, 1984)

Nach einer modernen Neuauflage zu einem klassischen Original: A Nightmare on Elm Street. Dieser Film gehört einfach zur Allgemeinbildung! Oder kennt ihr jemanden, der noch nie etwas von Freddy Krüger gehört hat? (Da ihr diesen Artikel gerade lest, gehen wir von einem Mindestinteresse an Horror aus.) A Nightmare on Elm Street liefert an erster Stelle eine neue, originelle Idee, die an den Grundängsten eines Menschen anknüpft. Der Mörder holt sich seine Opfer im Traum. Was für eine Erleichterung es sonst immer ist, festzustellen, dass es sich bei dem ganzen schaurigen Grusel nur um einen Alptraum gehandelt hat. Es ist so leicht, einfach nur aufzuwachen. Umgekehrt ist es der blanke Horror, gar nicht erst einschlafen zu dürfen. Dem Mörder genau dann ausgeliefert zu sein, wenn man besonders verwundbar und hilflos ist. Allein diese Idee verdient ihren Platz in der Top Ten.

Hinzu kommt ein Bösewicht mit unvergleichlichem Look: Löchriger Hut, Messerklauen am Handschuh, ein gestreifter, zerrissener Pullover, das hässlich-vernarbte Gesicht … Und ein Kindermörder ist er auch noch! Zwar befinden wir uns im Genre Horrorfilm, doch ausnahmsweise sind die Kinder nicht die verstörenden Bösewichter, sondern unschuldige Opfer, was es beinahe noch grausamer macht. Apropos junge Menschen: Schauspieler Johnny Depp feierte in diesem Klassiker sein Filmdebüt. Er hatte damals einen Freund zum Casting begleitet und wurde selbst dabei entdeckt. A Nightmare on Elm Street legte also den Grundstein für Johnny Depps Karriere und wurde als Idee weitere sechs Male in einem Kinofilm und einmal für eine Serie wieder aufgegriffen. Freddy Krüger rockt!

Freddy Krüger - A Nightmare on Elm Street

Eins, zwei – Freddy kommt vorbei. Drei, vier – Schließ ab deine Tür! (Copyright: New Line Cinema)

5) Sinister (Sinister, 2012)

Bei unserem Platz Nummer fünf Sinister handelt es sich um eine gelungene Mischung aus zahlreichen Horror-Klischees. Dieses Mal ist es also weniger die neuwertige Idee, die punktet, sondern vielmehr ein Puzzle aus dem, was allgemein gut ankommt. Die Story hat man gefühlt schon in jedem zweiten Horrorfilm gesehen: Eine Familie zieht in ein neues Haus, in dem einst etwas Schreckliches passiert ist. Anfangs scheinen noch alle happy, eins der Kinder hat plötzlich einen „imaginären Freund“, es passieren merkwürdige Dinge und dann wird es immer schlimmer.

Ethan Hawke, der den Familienvater spielt, findet auf dem Dachboden dubiose Privatvideos, in denen unterschiedliche Familien mit Kindern auftauchen und auf einmal grausam ermordet werden. Bis auf eines der Kinder, das im Nachhinein als vermisst gilt. Der besondere Schachzug an diesen Szenen ist die Verwendung von Found-Footage, ohne dass der ganze Film mal wieder mit Wackel-Kamera gedreht wurde. Man sieht also, was der Vater sieht, danach begleitet man ihn auf seiner Recherche. Die Identifikationsvorlage ist nahezu perfekt. Als besonders verstörend erweist sich zusätzlich der Kontrast von heimeligen Super-8-Videos, die sich urplötzlich in Snuff-Filme verwandeln. Ansonsten bedient sich Sinister noch sämtlicher anderer Mittel, um den Horror aufrecht zu erhalten: Unheimliche Kinder, eine plötzlich auftauchende Dämonenfratze, unerwartete Gewalt … Viele Leute unterscheiden bei Horrorfilmen zwischen klassischem Spuk und nervenzerfetzender Gewalt. Sinister bietet ein bisschen was von beidem.

Ellison Oswalt - Sinister

Familienvater „Ethan Hawke“ erkennt, dass das fröhliche Familienpicknick ein Ende am Strick findet. (Copyright: Wild Bunch/Central Film)

4) Shining (The Shining, 1980)

Kaum ein Film wird so kontrovers diskutiert wie Stanley Kubricks Werk Shining. Der Film ist gar zu einer Art Kunstwerk geworden, das unterschiedlichste Ansichten und Interpretationen hervorlockt. Während Cineasten über die technischen Stilmittel in Verzückung geraten, wollen etliche wissenschaftliche Experten unterschiedliche Verschwörungstheorien in der Inszenierung erkennen. Autor Stephen King ärgerte sich hingegen schon mehrfach über die Änderungen zu seiner Romanvorlage. Im Gegensatz zu seinem Buch steht nämlich nicht das Hotel als große Gewalt im Vordergrund, sondern ein besessener Vater.

Doch nochmal von vorne: Die Geschichte dreht sich um Jack Torrance, der als Hausmeister über die Wintermonate auf das einsame Hotel Overlook Acht gibt. Mit dabei sind seine Frau Wendy und der kleine Sohn Danny, der durch das zweite Gesicht allerlei Gruselgestalten im Hotel zu sehen bekommt – unvergesslich die Frauenleiche in der Badewanne oder die Zwillingsmädchen. Vater Jack dreht allmählich durch. Ob das seinem eigenen Wahnsinn oder den dunklen Mächten des Hotels zu verdanken ist, wird nicht ganz klar. Eins aber ist offensichtlich: Selten war ein Familienmitglied im Film so furchteinflößend wie diese Paraderolle von Jack Nicholson. Der Mann mit dem dämonischen Lächeln und der Axt in der Hand wurde geradezu ikonisch in der Popkultur. Shining ist also nicht einfach nur ein Horrorfilm. Es ist ein Stück Filmgeschichte. Ein Lehrstück für alle, die an Filmtechnik interessiert sind. Und ein Psychodrama, das vollgespickt ist mit Pointen und schaurigen Überraschungen. Der Film ist so stark, dass jeder darin sehen kann, was er möchte.

Jack Torrance - The Shining

Eine legendäre und häufig kopierte Szene: Jack Nicholson bricht als besessener Jack Torrance durch die Wand. (Copyright: Warner Bros)

3) Insidious (Insidious, 2010)

Platz Nummer drei Insidious ist ein ähnlicher Publikumsliebling wie Sinister. Das fängt schon bei der Geschichte an. Familie mit Kindern zieht in ein neues Haus, es passieren merkwürdige Dinge und einer der Jungs fällt in ein unerklärliches Koma. Geschichten von verfluchten Häusern (alternativ: Hotels), in denen Geister und Dämonen spuken und von den Bewohnern allmählich Besitz ergreifen, scheinen der Renner in unserer Community zu sein. Wir dürfen also schlussfolgern, dass sich die meisten von uns lieber bei unerklärlichen Rätseln gruseln als dabei zuzusehen, wie jemand abgeschlachtet und in tausend Stücke zerhackt wird.

Woran liegt’s? Vielleicht genießen die Zuschauer schlicht das vorübergehende Schaudern und Bibbern. Denn sobald der Abspann läuft, möchte man auch wieder den harmlosen Alltag aufgreifen können. Eine andere Erklärung wäre die Tatsache, dass man sich vor einem übernatürlichen Wesen noch hilfloser fühlt und in einen Zustand ängstlicher Erregung versetzt wird, wodurch das Gefühl der Erleichterung nach dem Film als umso reiner empfunden wird. Sich Folterszenen anzuschauen ruft hingegen Ekel und Wut hervor. Empfindungen, die nach Ende der Story nicht zwingend verschwinden, da es sich um ein reales Szenario handelt, das überall und jederzeit passieren kann.

Sehen wir davon ab, beinhaltet Insidious neben der schaurig-schönen Atmosphäre noch ein sympathisches Team aus Ermittlern für paranormale Vorkommnisse. Sympathisch ist auch, dass die Fortsetzung an Story und Besetzung des ersten Teils anknüpft. Insgesamt ein solider Haunted House-Film, der alles bietet, was vom Genre erwartet wird.

Insidious

Was tun, wenn das Böse bereits da ist und man es nicht sehen kann? (Copyright: Wild Bunch/Central Film)

2) Stephen Kings Es (Stephen Kingʾs It, 1990)

Platz zwei stellt eine weitere Ikone der Horror-Figuren in den Fokus: Clown Pennywise aus Stephen Kingʾs It. Abgesehen davon, dass viele Leute in Clowns die schlimmsten Schreckgestalten sehen, steckt hinter Pennywise noch so viel mehr als ein Fratzengesicht. Die Story dreht sich um eine Gruppe von Stadtkindern, die sich „Der Club der Verlierer“ nennt und es mit einer mysteriösen Mordserie zu tun bekommt. Dahinter steckt Es, ein böses unbekanntes Wesen, das meistens in der Gestalt des berüchtigten Clowns Pennywise auftritt. Gemeinsam besiegen ihn die Teenies – doch dreißig Jahre später kehrt das Grauen zurück und die Erwachsenen müssen sich ihren Ängsten erneut stellen.

Vergleicht man den Film mit Stephen Kings Buchvorlage ist er deutlich harmloser. Einiges taucht in der Verfilmung nicht auf, zum Beispiel die eigenartige Gruppensexszene der Kinder. Das Beste wurde jedoch eingefangen. Und damit meinen wir sowohl die Schreckgestalt Pennywise, verkörpert von Kultdarsteller Tim Curry, als auch die tiefgehende Freundschaft der Hauptpersonen. Selbst ohne die gefährlichen Machenschaften von Es sind die sieben Kinder bereits eng miteinander in Leid verbunden, jeder trägt sein persönliches Problem mit sich herum. Der große Kampf schweißt sie nur noch enger zusammen und zeigt auf wunderbar nostalgische Weise, dass man alles Böse dieser Welt bekämpfen kann, so lange man nur die richtigen Leute bei sich hat. Viele betrachten Stephen Kingʾs It als ihr Kindheitstrauma. Es bleibt abzuwarten, ob das geplante Remake einen ähnlichen Stellenwert erhält.

Pennywise - Stephen Kings Es

Seit Pennywise ist es besser, Regenrinnen zu meiden... (Copyright: Warner Bros)

1) Conjuring – Die Heimsuchung (The Conjuring, 2013)

Dieser Film stellte bei der Umfrage alle anderen in den Schatten: The Conjuring. Die Story ist das, was bereits alle kennen und lieben: Eine Familie zieht in ein verfluchtes Haus. Dieses Mal mit verwirrend vielen Töchtern und einem Hund. Abgesehen davon, dass dieser Handlungsverlauf bei den meisten unglaublichen Anklang findet, gibt es noch weitere Pluspunkte für The Conjuring. Da wäre zum einen der Soundtrack, der aus wirklich guten Oldies besteht, die dem Ganzen einen sentimentalen Stempel aufdrücken. Regie führte James Wan, der schon für Saw und Insidious verantwortlich zeichnete. Scheinbar hat der Mann ein gutes Händchen für Horrorfavoriten. Das meiste an Grusel wird nur angedeutet, aber einem nicht direkt vor den Latz geknallt. Vieles bleibt der eigenen Fantasie überlassen, was das Nicht-Gezeigte nur umso gruseliger macht. Sowohl die Familie als auch das Ermittlerpärchen für paranormale Vorkommnisse sind verdammt sympathische Leute. Die älteste Teenagertochter zickt anfangs vielleicht etwas rum, aber im Großen und Ganzen haben wir es durchgehend mit Menschen zu tun, die nur das Beste für die anderen wollen und sich gegenseitig unterstützen.

Kommen wir zu einem letzten Punkt, der vermutlich ausschlaggebend ist: Sämtliche Figuren basieren auf realen Personen! Natürlich wurden die Geister- und Hexenerlebnisse für den Film ein wenig ausgebaut. Die Familie und das Ermittlerpaar gab es jedoch wirklich. Ed Warren und seine Ehefrau Lorraine Warren waren als Dämonologen in den USA geradezu berühmt. Viele Horrorfilme basieren auf Erlebnissen, die sie in Büchern beschrieben haben. The Conjuring ist also nicht nur ein gelungenes Potpourri aus sämtlichen Horrorklassikern. Man geht aus dem Film und nimmt es das erste Mal ernst, wenn etwas merkwürdig im Nebenzimmer knackt. Oder ein Bild von der Wand fällt.

The Conjuring

Wenn der Grusel aus The Conjuring wirklich wahr ist, dann Gute Nacht! (Copyright: Warner Bros)

Anbei wollen wir noch die nächsten Plätze bis 50 auflisten. Was aber sind eure Gruselfavoriten? Schreibt’s uns in den Kommentaren.

11) Alien-Reihe (1979-1997)
12) Der Exorzist (The Exorcist,1973)
13) Friedhof der Kuscheltiere (Pet Sematary, 1989)
14) Der Fluch - The Grudge (The Grudge, 2004)
15) Blair Witch Project (The Blair Witch Project, 1999)
16) Martyrs (Martyrs, 2008)
17) The Cabin in the Woods (The Cabin in the Woods, 2012)
18) Halloween - Die Nacht des Grauens ( John Carpenterʾs Halloween, 1978)
19) REC (REC, 2007)
20) Die Frau in Schwarz (The Woman in Black, 2012)
21) Paranormal Activity (Paranormal Activity, 2007)
22) Psycho (Psycho, 1960)
23) Mirrors (Mirrors, 2008)
24) Evil Dead (Evil Dead, 2013)
25) Sleepy Hollow (Sleepy Hollow, 1999)
26) Scream - Reihe (1996-2011)
27) Freitag der 13. (Friday the 13th, 1980)
28) Ju-on: The Curse (Ju-on, 2000)
29) Grave Encounters (Grave Encounters, 2011)
30) Der Babadook (The Babadook, 2014)
31) Der Nebel (The Mist, 2007)
32) Das Schweigen der Lämmer (The Silence of the Lambs, 1991)
33) Event Horizon - Am Rande des Universums (Event Horizon, 1997)
34) Poltergeist (Poltergeist, 1982)
35) The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen (The Hills Have Eyes, 2006)
36) Wrong Turn (Wrong Turn, 2003)
37) Sieben (Se7en, 1995)
38) Mama (Mama, 2013)
39) The Purge - Die Säuberung (The Purge, 2013)
40) Rosemaries Baby (Rosemaryʾs Baby, 1968)
41) Drag Me to Hell (Drag Me to Hell, 2009)
42) Der Exorzismus von Emily Rose (The Exorcism of Emily Rose, 2005)
43) The Others (The Others, 2001)
44) Final Destination (Final Destination, 2000)
45) Das Waisenhaus (El Orfanato, 2007)
46) Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens (1922)
47) Das Omen (The Omen, 2006)
48) Die vierte Art (The Fourth Kind, 2009)
49) Das Ding aus einer anderen Welt (John Carpenterʾs The Thing, 1982)
50) Chucky - Die Mörderpuppe (Childʾs Play, 1988)

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  • Ganz klar:

    The Fog - Nebel des Grauens (John Carpenter's The Fog) - 1980

  • Servus René Dippe

    The Fog landete auf Platz 91. Der hätte es mit Sicherheit verdient, weiter oben zu gelistet zu sein!